"Wir kommen relativ glimpflich davon"

  • vonLena Karber
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Lich(lkl). Die Corona-Pandemie hat den Alltag aller auf den Kopf gestellt. Das öffentliche Leben steht trotz der ab heute geltenden Lockerungen weitgehend still, soziale Kontakte haben viele nur noch telefonisch oder online. An dieser Stelle gewähren Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen Einblicke in ihren neuen Alltag. Heute: Detlef Clemens, erster Vorsitzender des Hallenbadvereins Lich.

Herr Clemens, wie verläuft Ihr Tag normalerweise?

Da ich in Altersteilzeit bin, habe ich keine festen Arbeitszeiten, nach denen ich mich richten muss. Aber ich engagiere mich ehrenamtlich im Hallenbadverein. In der Regel umfasst das Engagement dafür etwa sechs bis acht Stunden in der Woche.

Und wie sieht Ihr Alltag jetzt aus?

Der Betrieb des Hallenbads ist ausgesetzt, Kurse und Veranstaltungen, die wir normalerweise gemeinsam mit dem TV 1860 Lich, der DLRG-Ortsgruppe, der Seniorengruppe Lich und der Stadt anbieten, können nicht stattfinden. Deswegen haben wir die eigentlich für den Sommer geplanten Arbeiten vorgezogen und renovieren jetzt das Foyer. Dabei kümmert sich der Verein um die Koordination der Handwerker und organisiert den Ablauf der Baumaßnahmen. Daher nimmt die Arbeit für den Hallenbadverein bei mir aktuell sehr viel mehr Zeit ein, etwa doppelt so viel wie sonst.

Was vermissen Sie am meisten?

Mir fehlt der Hallenbadbetrieb. Ich engagiere mich in dem Verein, da ich gerne und häufig schwimmen gehe, was jetzt nicht möglich ist. Auch an einigen Kursen und Angeboten nehme ich normalerweise selbst teil.

Was ist positiv?

Für die Renovierung waren eigentlich drei Wochen im Sommer vorgesehen. Dadurch, dass wir sie vorgezogen haben, haben wir für die Arbeitsmaßnahmen nun mehr Zeit. Positiv sehen wir auch, dass wir so die heimischen Handwerker unterstützen können. Zudem muss man sagen, dass wir in dieser Situation relativ glimpflich davonkommen, da wir als Verein arbeiten. Es kann sein, dass uns über das Schulschwimmen die Einnahmen ein bisschen wegbrechen, aber ansonsten finanzieren wir uns zu 80 Prozent über die Beiträge der Mitglieder. Damit sind wir gegenüber vergleichbaren Institutionen finanziell im leichten Vorteil und werden jetzt nicht gleich gegen die Wand fahren. FOTO: AGE

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