Windräder sollen gut 245 Meter hoch werden

  • Ursula Sommerlad
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Lich/Fernwald(us). Mit geänderten Plänen geht die Green City AG für den Windpark Höhlerberg an den Start. Wie PR-Managerin Iris Cuntze auf Anfrage mitteilte, soll noch in dieser Woche beim Regierungspräsidium Gießen ein Genehmigungsantrag nach Bundesimmissionsschutzgesetz für zwei gut 245 Meter hohe Windkraftanlagen vom Typ N 163 eingereicht werden.

Der Windpark Höhlerberg soll im "Dreiländereck" zwischen Pohlheim, Fernwald und Lich realisiert werden. Eines der beiden geplanten Windräder steht auf Licher Grund, das zweite in der Gemarkung Fernwald. Beide Flächen befinden sich in Privatbesitz und sind im Teilregionalplan Energie als Vorranggebiet für Windkraft ausgewiesen. Die Kommunen haben im Verfahren keinen Spielraum. Sie werden zwar angehört, über die Genehmigung entscheidet jedoch der RP. Wie Lichs Bürgermeister Dr. Julien Neubert vergangene Woche im Haupt- und Finanzausschuss mitteilte, will Green City auf freiwilliger Basis eine Bürgerinformation und Bürgersprechstunden anbieten.

Ursprünglich hatte der Investor für den Windpark Höhlerberg einen Genehmigungsantrag für zwei V 150-Anlagen des Herstellers Vestas gestellt.

Mehr Ertrag bei schwachem Wind

Den Wechsel zum Anlagentyp N 163 - N steht für den Hersteller Nordex, 163 bezeichnet den Rotordurchmesser - erklärt Sprecherin Cuntze mit einer besseren Eignung für den Standort Höhlerberg. N 163 liefere auch bei schwachen Winden hohe Erträge. Mit einer Nennleistung von 5,7 Megawatt liege der Windertrag um 18 Prozent höher als beim Ursprungsmodell. Gleichzeitig drehten sich die Rotoren langsamer. Das mindere den Schattenwurf.

Die Gesamthöhe soll sich nach Angaben der Unternehmenssprecherin nicht wesentlich ändern. Was die Nabenhöhe angeht, sei die N 163 sogar zwei Meter niedriger. Dafür seien die Rotorblätter mit 81,5 Metern etwas länger. So komme man auf eine Gesamthöhe von 245,5 Metern, gut vier Meter mehr als in der ursprünglichen Planung.

Laut Bürgermeister Neubert ist bei nur zwei Anlagen eine Bürgerbeteiligung nicht verpflichtend. Green City plant eigenen Angaben zufolge mit der Landesenergieagentur Hessen eine Veranstaltung zur Öffentlichkeitsbeteiligung, natürlich unter Einhaltung der coronabedingten Auflagen, wie Sprecherin Cuntze versicherte. Ein Zeitpunkt dafür stehe noch nicht fest. Die Kommune wird nach Auskunft von Thorsten Haas, dem stellvertretenden Pressesprecher des Gießener Regierungspräsidiums, am Genehmigungsverfahren beteiligt und hinsichtlich des gemeindlichen Einvernehmens angehört.

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