Weiterer Eilantrag abgelehnt

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Lich(pm). Das Verwaltungsgericht Gießen hat einen weiteren Eilantrag einer Licher Bürgerin abgelehnt, die sich gegen die Baugenehmigung für das Logistikzentrum "Langsdorfer Höhe" wendet. In der Begründung des Gerichtes heißt es, es sei offensichtlich ausgeschlossen, dass die Antragstellerin durch das genehmigte Vorhaben in eigenen Rechten verletzt werde.

Grundstück im Industriegebiet

Die Licherin wohnt 660 Meter von der geplanten Einfahrt zu dem Bauvorhaben entfernt. Ihr Wohnhaus liegt in einem benachbarten Industriegebiet. In ihrem Eilantrag machte sie unter anderem geltend, dass das Vorhaben für sie unzumutbare Immissionen auslöse und Acker- und Brachland zerstöre. Außerdem bestehe durch das Abwasser des Vorhabens eine erhöhte Hochwassergefahr für ihr Grundstück. Zudem sei keine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt worden.

Das Verwaltungsgericht entschied nun, dass das Bauvorhaben nicht gegen das baurechtliche Rücksichtnahmegebot verstoße. Zum einen liege das Grundstück der Antragstellerin in einem Industriegebiet, in dem höhere Immissionen hinzunehmen seien. Zum anderen ergebe sich aus den schalltechnischen Untersuchungen, dass die von dem Vorhaben ausgehenden Lärmemissionen die Richtwerte unterschritten.

Die Rügen der Antragstellerin bezüglich der Entwässerung des Baugrundstücks und des Schutzes der Zauneidechsen seien hier nicht relevant, da diese Fragen bereits Gegenstand einer früheren Baugenehmigung seien, die die Antragstellerin nicht angegriffen habe. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung habe nicht durchgeführt werden müssen. Ihr Fehlen könne daher die Antragstellerin nicht rügen.

Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts ist noch nicht rechtskräftig. Die Beteiligten können dagegen binnen zwei Wochen nach Zustellung der Entscheidung Beschwerde beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel einlegen.

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