Vorerst kein Zuschlag fürs DRK

  • Ursula Sommerlad
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Lich (us). Die Entscheidung, welcher freier Träger die geplante Kindertagesstätte im Neubaugebiet »Guteleutsgärten« betreiben soll, ist aufgeschoben worden. Das vom Magistrat favorisierte Rote Kreuz erhielt, zumindest vorerst, keinen Zuschlag. Stattdessen sprach sich das Stadtparlament gegen die Stimmen von SPD, FW und CDU dafür aus, zunächst Vertreter von DRK und Arbeiterwohlfahrt im Fachausschuss anzuhören.

»Wir wollen die Entscheidung ins Parlament zurück holen«, begründete Katharina Winter von den Grünen die Ablehnung der Magistratsvorlage. Kein Kind werde deswegen später in die neue Kita kommen, versicherte sie. CDU-Mann Andreas Abert hingegen war der Meinung, dass alle offenen Fragen längst hätten geklärt werden können. Auch Josef Benner von den Freien Wählern bedauerte: »Hier wird gebremst«. Magnus Schneider (BfL) hielt dagegen. »Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit.« Man habe zuletzt genug Erfahrungen mit schlechten Verträgen gemacht.

Bereits im Fachausschuss hatte Bürgermeister Neubert darauf hingewiesen, dass die Gespräche mit potenziellen Kita-Betreibern seit Juni laufen und angemerkt, dass sein Angebot für eine interfraktionelle Arbeitsgruppe damals zurück gewiesen worden sei. Auch in der Stadtverordnetenversammlung blieb er bei seiner Auffassung: »Das letzte halbe Jahr wurde verplempert.«

Bei den Planvarianten für das Quartier »Guteleutsgärten« kassierte der Magistrat eine weitere Niederlage. Er hatte die Variante C befürwortet. Die Mehrheit entschied sich jedoch für Variante B, unter anderem, weil der Kita-Standort am Rand des neuen Quartiers eine spätere Erweiterung möglich macht.

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