Initiativantrag

Vorerst kein Abriss des alten Viadukts

  • Ursula Sommerlad
    vonUrsula Sommerlad
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Lich (us). Die Zukunft des alten Bahnviadukts im Teufelswiesenweg bleibt vorerst in der Schwebe. Ehe eine Entscheidung über einen möglichen Abriss des Bauwerks gefällt wird, soll der Magistrat eine Reihe von Fragen beantworten. Ein entsprechender Initiativantrag von BfL, Grünen und FDP wurde Mittwochabend in der Stadtverordnetenversammlung in Muschenheim mit den Stimmen des Mehrheitsbündnisses und der DBL verabschiedet.

CDU, Freie Wähler und SPD schlugen sich dagegen auf die Seite des Magistrats, der für einen Abbruch des Bauwerks plädiert. Der fraktionslose Stadtverordnete Dr. Detlef Kuhn enthielt sich.

Längere Debatte

Laut Initiativantrag soll zunächst geklärt werden, inwieweit ein Abbruch eine vorhandene Ausgleichsfläche am alten Bahndamm berührt. Ob der Artenschutz beachtet wurde? Welche Verkehrssicherung im Fall eines Erhalts nötig wäre und was sie kosten würde? Warum der dort geplante Regenwasserkanal notwendig ist und ob der Investor des Logistikzentrums an den Kosten beteiligt werden kann?

Wie schon im Bauausschuss und im Haupt- und Finanzausschuss entspann sich um die unterschiedlichen Positionen eine längere Debatte. Der Erhalt und die Absicherung des Viadukts kosteten Geld, das die Stadt an anderer Stelle besser gebrauchen könne, argumentierte Bürgermeister Dr. Julien Neubert. Berchtold Büxel (Grüne) stellte diese Aussage in Frage. »Es geht nicht um eine denkmalgerechte Sanierung«, sagte er. Eine Bestandssicherung für weniger als jene 80 000 Euro, die der Abriss kosten soll, sei denkbar.

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