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Es war einmal: Diese Aufnahme vom Licher Bahnhof entstand am 22. Mai 1956; Fotograf war Gerd Wolff. FOTO: PM

Mit Volldampf in ein neues Zeitalter

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Lich(pm). Vor 150 Jahren begann das Eisenbahn-Zeitalter. Der erste planmäßige Personenzug zwischen Hungen und Gießen fuhr am 29. Dezember 1869 um 6.30 Uhr in Hungen ab, hielt um 6.38 in Langsdorf, um 7.47 in Lich, danach in Garbenteich und kam (nach einer Stunde Fahrzeit!) um 7.30 Uhr am Zielort an.

Hohe Erwartungen waren an diese Verkehrsverbindung geknüpft. Man sprach von einem Anschluss an den Weltverkehr; einige Eisenbahnfreunde sahen hier sogar eine durchgehende Strecke von London nach Istanbul. Doch schon bald erwies sich die Strecke als wirtschaftlich wenig lukrativ. Obwohl zweigleisig geplant, blieb sie bis heute eingleisig.

Der Heimatkundliche Arbeitskreis Lich erinnert - zusammen mit dem Eisenbahn-Historiker Jürgen Röhrig (Pohlheim) - in einer Ausstellung im Heimatmuseum (Textorhaus, Kirchenplatz 4) an diese Eisenbahnstrecke. Die Schau im Rahmen der Licher Kulturtage wird am Sonntag, dem 15. März, um 10.30 Uhr eröffnet und kann während der Öffnungszeiten des Museums besichtigt werden. An den nachfolgenden Wochenenden wird Jürgen Röhrig mit Berichten und historischen Bildern zu den jeweiligen Bahnhöfen Lich, Langsdorf und Hungen schwerpunktmäßig die Ausstellung verändern.

Ein Exponat ist das nebenstehende Foto aus Lich von Gerd Wolff vom 22. Mai 1956. Es zeigt (l.) den Güterschuppen und dahinter den Bahnhof, in der Mitte das Stellwerk. Das rechte Gleis mit Zug und Lokomotive gehört zum ehemaligen Bahnhof "Lich-Süd" der Butzbach-Licher-Eisenbahn.

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