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Im weitläufigen Dormitorium sind Werke unterschiedlicher Genres zu besichtigen.

Vielfältige Ordnung und Unordnung

  • Nastasja Akchour-Becker
    vonNastasja Akchour-Becker
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Lich (nab). Endlich wieder eine Ausstellung im Dormitorium von Kloster Arnsburg - das ist dank der weiteren Lockerungen der Corona-Regeln möglich. Dort zeigt der Oberhessische Künstlerbund (OKB) seit Sonntag seine Schau »order/disorder« (Ordnung/Unordnung). Diese war zwar bereits im November im KiZ in Gießen aufgebaut, doch wegen des Lockdowns konnte man die Veranstaltung seinerzeit nur virtuell erleben.

23 Künstler stellen ihre Arbeiten vor

Den direkten Blick auf die neu arrangierten Kunstwerke kann man in Arnsburg nun nachholen - wenngleich diesmal nur 23 der 33 Künstler dort ihre Arbeiten präsentieren. »Dafür sind aber auch neue Objekte hinzugekommen«, erklärt OKB-Vorsitzender Dieter Hoffmeister bei einem Rundgang durch die abermals recht vielfältige Ausstellung. Die Objekte laden Besucher dazu ein, ihre Wahrnehmung zu hinterfragen und sich selbst ein Bild über Ordnung und Unordnung zu machen und persönliche Vorstellungen davon zu hinterfragen.

Es gibt beispielsweise kleine Arrangements wie die Bodeninstallation von Angelika Nette. Oder etwa das Spiel von »echter« künstlicher Natur in Paul Hess’ blinkendem »Habitat«. Dieter Hoffmeister selbst hat neben dem Bild »Colors« auch kleine Fachwerkhäuser aus Epoxidharz gestaltet, die den Titel »Heimat« tragen.

Mit der Coronavirus-Pandemie beschäftigt sich Ria Gerths Videoarbeit »Words of Distance«. Auch Susanne Jakobs »Letzter Feldblumenstrauß von der Langsdorfer Höhe« ist unter den Gemälden vertreten, ebenso Andreas Rücks großformatige Bilder. Marina Cerea zeigt Tuschezeichnungen, während Renate Donecker Collagen präsentiert. In Paulina Heilgenthals Fotografien »La Serenissima« sind Spieglungen des Cafés der Biennale zu sehen. Beeindruckend sind auch Maggie Thiemes Fingerabdrücke, die Grafiken von Hans-Jürgen Hädicke und Thomas Wörsdorfer fotorealistische Zeichnungen oder etwa Anne Helds Kombination aus Fotografie und Malerei mit dem Titel »Rost«.

Keramiker Norbert Grimm überrascht mit einer Auto-Assemblage, Karin Schweikhard mit einer Pastellmalerei. Überdies sind viele weitere Künstler und Werke zu entdecken.

Die Ausstellung ist bis einschließlich Sonntag, 20. Juni, jeweils dienstags bis samstags von 14 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr zu besichtigen.

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