+
Im Licher Tierpark Klosterwald warten die Tiere nun auf die Besucher. FOTO: GECK

Verspäteter Saisonstart

  • schließen

Lich/Fernwald(age). Das Warten hat für die Betreiber des Tierparks Klosterwald bei Lich ein Ende. Am gestrigen Montag öffnete Familie Ebert die Pforten für Besucher und startete damit in die Saison. Durch die Corona-Beschränkungen war das bisher nicht möglich gewesen. Doch die in der vergangenen Woche beschlossenen Lockerungen "haben wir um 12 Uhr kurzerhand in die Tat umgesetzt", sagte Lydia Ebert.

Schilder weisen jetzt die Besucher auf die Einhaltung der Abstandsregeln hin, Händedesinfektionsmittel stehen am Eingang bereit. Und es wird darauf geachtet, dass nicht mehr als eine Person pro 20 Quadratmeter auf dem Gelände ist. Die Spielgeräte bleiben nach Maßgabe der Stadt Lich vorerst abgesperrt.

Eine große Vorbereitung war für den Saisonstart insgesamt nicht vonnöten: "Nur das Kleingeld zum Wechseln musste - neben den Hinweisschildern - noch besorgt werden", erzählt Ebert - und dass man dank der zahlreichen Geld- und Sachspenden die etwa drei Wochen ohne Einnahmen gut kompensieren könne. Dennoch sei man noch auf Spenden angewiesen, weil das gesamte Ostergeschäft weggebrochen sei.

Am ersten Tag war die Nachfrage mit 20 Gästen dann zwar noch etwas verhalten. Doch viele Anrufer hätten sich informiert, ob denn wieder geöffnet sei, berichtete Ebert. Deshalb blicke man bei täglicher Besucherzeiten von 10 bis 18 Uhr zuversichtlich in die weitere Saison.

Auch der Kleintierpark Fernwald hat wieder geöffnet. Vorsitzender Kurt Becker hängte gestern die Geräte auf dem Spielplatz wieder auf. Die Volieren und Gehege sind täglich von 9 bis 18 Uhr für jeden zugänglich. Mit 120 Tieren wird auch am Ortsrand von Steinbach den Besuchern eine große Vielfalt an Vögeln, Kaninchen oder Ziegen präsentiert. "Die Natur ist erwacht", sagte Becker. Das könne man auch am Teich mit den Fröschen deutlich hören. Das Gesellige bleibe jedoch weiterhin untersagt. Bis einschließlich Ende August werde es definitiv keine Feiern geben, erklärte Becker.

Der Geflügelpark Pohlheimer Wald bleibt diese Woche dagegen noch geschlossen. Der Vorstand wolle noch die genauen Regelungen abstimmen, um Besucher wie Züchter zu schützen, hieß es auf Anfrage dieser Zeitung. Man wolle das ordentlich machen und nichts überstürzen.

Geschlossen ist auch die Zuchtanlage am Hinkelsweg in Heuchelheim. Wie Vorsitzender Jörg Christ mitteilte, werde man dies erst einmal bis zum 30. Juni so beibehalten. Es gehe hauptsächlich darum, den Züchtern, von denen einige zu den Risikogruppen zählten, zu ermöglichen, ihre Tiere ausreichend geschützt zu versorgen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare