»Verkehrskonzept kommt«

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Lich (pm). Die Freien Wähler legen ihr Wahlprogramm für die kommende Legislaturperiode vor. Die Arbeit der Freien Wähler zeichne sich durch eine sachorientierte und bürgernahe Politik aus. Die Schaffung von zeitgemäßen Lebensbedingungen und Arbeitsplätzen treibe sie an. Insbesondere die bereits absehbaren wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie würden zu einem harten Prüfstein für die Kommunen.

Das erklärte der Spitzenkandidat Josef Benner.

»Während andere über Digitalisierung und Klimaschutz philosophieren, haben wir mit der Einrichtung von WLAN-Hotspots und der Schaffung der Stelle eines Klimaschutzmanagers diese Themen in Lich bereits erfolgreich aufs Gleis gesetzt«, sagt Vorsitzender Sascha Ott.

Kreisverkehr löst Probleme

Nachdem in den vergangenen fünf Jahren neue Baugebiete nicht nur in der Kernstadt, sondern auch in einigen Stadtteilen umgesetzt wurden, wollen die Freien Wähler nun die zeitnahe Entwicklung in den alten Ortskernen vorantreiben. »Noch ist Leerstand in unseren Stadtteilen kein Problem«, erläutert Ilka Gütlich, Ortsvorsteherin in Langsdorf. »Dennoch sehen wir Handlungsbedarf, durch nachhaltige Lösungen die vorhandene Infrastruktur zu aktivieren.« Zeitgemäßes Wohnen in der alten Bausubstanz müsse ermöglicht und die alten Ortszentren mit Leben erfüllt werden.

Auch im Bereich der Verkehrsplanung wurden mit der Beauftragung eines Planungsbüros durch Stadtverordnetenversammlung und Magistrat die Zeichen in Richtung Zukunft gestellt. Im Frühjahr 2019 konnten erste Erhebungsdaten öffentlich mit der Bürgerschaft diskutiert werden. Das abschließende Ergebnis der Bürgerbeteiligung werde in den kommenden Monaten erwartet. »Daher ist es für uns absolut unverständlich, wie von Teilen der Grünen, DBL und BfL nach einem Verkehrskonzept gerufen wird. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass man aus diesen Kreisen der Veranstaltung mit den Lichern Bürgern ferngeblieben ist und daher nicht wirklich im Thema steht«, sagt Stadtrat Reiner Dern.

Im Bereich des Gewerbegebietes Langsdorfer Höhe sei im Vorfeld des Verkaufs an die Dietz AG ebenfalls ein Verkehrsgutachten erstellt worden. Eine Folge sei die Verkehrsanbindung an die Bundesstraße über einen Kreisverkehr. Damit würden dann auch die seit Jahren bestehenden Verkehrsprobleme an diesem Verkehrsknoten beseitigt.

»Nachdem wir mit der Seniorensozialarbeit im letzten Jahr erfolgreich gestartet sind, werden wir uns im Bereich der Kindertagesstätten sowie der Jugendarbeit mit der Entwicklung von zeitgemäßen Strukturen und Service-Angeboten starkmachen«, sagt Stadtrat Dietmar Joseph. Eltern sollen unterstützt und für die Jugend Perspektiven entwickelt werden. Für Florian Stein, Spitzenkandidat in der Kernstadt, gehört das Ehrenamt zur tragenden Säule des Gemeinwohls. Daher wollen sich die Freien Wähler auch zukünftig für die Unterstützung der ehrenamtlich Tätigen durch Finanz- und Sachmittel einsetzen.

Zum »heiklen Thema Straßenausbaubeiträge« erklären die Freien Wähler, sie seien grundsätzlich der Meinung, dass die Finanzierung des Straßenausbaus eine Aufgabe des Landes sei. »Aber leider hat sich die schwarz-grüne Landesregierung auch hier, wie bereits bei der Finanzierung der Kinderbetreuung, aus der Verantwortung gestohlen«, sagt Sebastian Schäfer.

Die Freien Wähler wollen die Modellierung einer gerechten Finanzierung im Dialog mit den Bürgern umsetzen. Sie wollten keine Vorfestlegung treffen, wie es die anderen Fraktionen und Gruppierungen bereits getan hätten. Dies sei »unseriös«.

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