Zahlreiche Gesichtsmasken wurden im Sanitätshaus angefertigt. FOTO: PM
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Zahlreiche Gesichtsmasken wurden im Sanitätshaus angefertigt. FOTO: PM

Verein Gedankenschiff profitiert

  • vonred Redaktion
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Lich(pm). "Aus einer kleinen Idee, wie man dazu beitragen kann, dass sich die Mitmenschen in der Corona-Zeit ein wenig selbst schützen können, ist etwas Großes geworden, was wir später kaum mehr steuern konnten." Das berichtet Jana Welsch, Geschäftsführerin des Sanitätshauses Beweglich, über die Nähaktion, die vor rund vier Wochen ihre Verkaufsräume auf den Kopf gestellt hatte.

Die Rollatoren wurden an die Seite gestellt, die Gymnastikbälle in die Ecke gerollt, die Kompressionsstrümpfe nach hinten geräumt. Tische wurden aufgestellt, Nähmaschinen und Nähgarn besorgt, Bügelbretter beigeholt, Stoffe eingekauft, Stecknadeln und Gummibänder geordert. Und los ging es. Die Belegschaft des Licher Sanitätshauses nähte, was das Zeug hielt. Rund 500 Gesichtsmasken wurden angefertigt.

Hilfe in Notfällen

Das 18 Personen starke Unternehmen war teilweise in Lieferschwierigkeiten, da die Nachfrage der Bürger enorm war - auch ihre Spendenbereitschaft. Jeder rundete auf oder steckte etwas in die Spendenbox. Rund 800 Euro kamen so zusammen. Jana Welsch rundete diesen Betrag auf 1000 Euro auf.

Aus den Vorschlägen von Kunden, wer das Geld bekommen solle, wurde per Losentscheid der Verein Gedankenschiff - Hilfe für Menschen in seelischer Not ausgewählt.

Der Verein hilft bei psychosozialen Notfällen. Die eingesetzten ehrenamtlichen Begleiter sind speziell ausgebildet. Weitere Informationen unter www.gedankenschiff-ev.de.

Der Vorsitzende Jürgen Jakob nahm die Spende entgegen, die für den Erhalt der Hotline, die an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr erreichbar ist, verwendet wird. Außerdem werden Kosten für Visitenkarten und Flyer, Internetauftritt und Fahrtkostenerstattungen der Ehrenamtlichen damit beglichen.

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