Teurer Straßenbau

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Lich (us). Für die grundhafte Erneuerung der Ortsdurchfahrt Birklar müssen alle Beteiligten tiefer in die Tasche greifen, als zunächst gedacht. 3,77 Millionen Euro sollen die Sanierung der Fahrbahn und der Bürgersteige, der Umbau des Freien Platzes und der Austausch der Versorgungsleitungen zusammen kosten.

Finanziert wird die Maßnahme von der Stadt Lich (1,43 Millionen Euro), den Stadtwerken (867 000 Euro) und dem Landkreis (1,47 Millionen Euro). Der Licher Haupt- und Finanzausschuss hat am Mittwochabend nicht nur die Auftragsvergabe an ein Unternehmen aus dem Siegerland befürwortet, sondern auch die Bereitstellung zusätzlicher Haushaltsmittel in den Jahren 2020 und 2021.

Drei Firmen hatten sich nach der öffentlichen Ausschreibung um den Auftrag zur Sanierung der Birklarer Ortsdurchfahrt beworben. Das günstigste Angebot unterbreitete besagte Firma aus dem Siegerland. Es lag zwar rund eine Million Euro unter den Offerten der Mitbewerber, aber immer noch deutlich über den ursprünglichen Kostenschätzungen. Folge: Die Stadt Lich muss eine Finanzierungslücke von insgesamt 685 000 Euro schließen. Die zusätzlichen Mittel sollen im Haushalt 2020 und über Verpflichtungsermächtigungen im Haushalt 2021 bereitgestellt werden. "Wir finanzieren das über Kredite", erläuterte Bürgermeister Bernd Klein den Ausschussmitgliedern. Da der Ausbau der Straße, mit dem in diesem Herbst begonnen wird, bis 2021 dauern wird, werden die Gelder nicht auf einmal benötigt.

Bei der Ortsdurchfahrt Birklar handelt es sich um eine Kreisstraße (K 166), der Landkreis finanziert also die eigentliche Fahrbahnerneuerung. Auf die Stadt entfallen die Kosten für die Neugestaltung des Freien Platzes, den Bau eines Fahrbahnteilers und die Erneuerung der Bürgersteige. Allein dafür sind 1,09 Millionen Euro veranschlagt. Die Hälfte davon soll gemäß Straßenbeitragssatzung auf die Anlieger umgelegt werden. Dagegen erhebt sich in Birklar Protest.

Der Bürgermeister merkte an, dass man sich wegen der guten Auftragslage auf dem Bausektor mit stetig steigenden Preisen konfrontiert sehe. Dass das Ergebnis der Ausschreibung über den ursprünglichen Kostenschätzungen liege, sei mittlerweile an der Tagesordnung.

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