Ortsvorsteher Josef Benner (l.) und Stadtrat Dieter Hartmann-Harbusch (r.) übergeben Bürgermeister Julien Neubert den Antrag zur Neuregelung der Geschwindigkeit.
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Ortsvorsteher Josef Benner (l.) und Stadtrat Dieter Hartmann-Harbusch (r.) übergeben Bürgermeister Julien Neubert den Antrag zur Neuregelung der Geschwindigkeit.

Tempo 30 in Muschenheim?

  • vonred Redaktion
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Lich(pm). Die Geschwindigkeit auf den innerörtlichen Kreisstraßen in Muschenheim "muss auf 30 Kilometer pro Stunde reduziert werden". Das fordern der Muschenheimer Ortsbeirat sowie der ortsansässige Stadtrat Dieter Hartmann-Harbusch. Zudem sei eine Neuregelung des ruhenden Verkehrs in diesen Bereichen nötig, um Sicherheit und Lebensqualität im alten Ortskern herzustellen.

Der Antrag wurde Bürgermeister Dr. Julien Neubert im Rathaus von Ortsvorsteher Josef Benner und Stadtrat Hartmann-Harbusch überreicht. Die Muschenheimer Mandatsträger bitten um die Unterstützung des Vorhabens durch den Magistrat und die Weiterleitung des über 40 Seiten umfassenden Antrags an die Verkehrsbehörde im Landkreis.

Lebensqualität steigern

Neubert sagte, hier zeige sich, "dass der Ortsbeirat für die Belange der Bürger vor Ort ein offenes Ohr hat und in die politische Arbeit der Gremien der Stadt einbringt".

Drei Kreisstraßen laufen im Ortszentrum zusammen. Die K 165 kommt von Kloster Arnsburg und mündet über den Klosterweg auf die K 166, die nach Birklar führt. Über die Brückgasse führt die K 167 durch den alten Ortskern über Alter Rathausplatz zur Hessengasse in Richtung Bettenhausen. Damit weise Muschenheim für ein Dorf mit fast 950 Bewohnern eine überdurchschnittliche Belastung mit Durchgangsverkehr auf. Entsprechend der allgemeinen Zunahmen des Verkehrsaufkommens im Stadtgebiet seien die Verkehrsbewegungen in Muschenheim im vergangenen Jahrzehnt angestiegen. Neben dem fließenden stelle "der stark angestiegene" ruhende Verkehr eine Gefahrenquelle dar, insbesondere entlang der innerörtlichen Kreisstraßen. Auch befinden sich im Ortskern die beiden Bushaltestellen, ein Dorfladen, ein Blumenladen sowie eine Metzgerei. Ebenso die Feuerwehr mit einer großen Kinder- und Jugendabteilung sowie der Tierpark des Kleintierzuchtvereins. An gleicher Stelle befindet sich ein Spielplatz mit einem Kleinsportfeld. Das kommunale Kommunikationszentrum sowie der Gemeindesaal der Kirche sind ebenfalls im historischen Zentrum. Das hohe Aufkommen von Fußgängern aller Generationen sowie Radfahrern stellt eine besondere Herausforderung dar.

Neun Problemfelder, die für eine Anpassung der bestehenden Situation sprechen, haben die Muschenheimer Kommunalpolitiker in ihrem Antrag aufbereitet. Von Busverkehr, über Fußgänger, die zu schmale Gehsteige nutzen müssen, Probleme im Begegnungsverkehr und ruhenden Verkehr mit Bussen, Lkw, Sprinter und landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen, bis zur Verbesserung der Wohnqualität im alten Ortskern reicht dabei die Palette der Argumente.

Benner und Hartmann-Harbusch erwarten, dass die Verkehrsbehörde etwas bewegen kann. Als Beispiele für die in Muschenheim gewünschten Maßnahmen nennen sie Dorf-Güll, Treis, Birklar und Bettenhausen. Neben der Sicherheit möchte der Ortsbeirat auch die Lebensqualität im alten Ortskern verbessern. Die dichte Wohnbebauung und die unmittelbare Nähe zur Straße belasteten die Anwohner. Eine Reduzierung der Geschwindigkeit führt zu einer Reduzierung von Lärm und Abgasen.

Begleitet wird der Antrag von einer Unterschriftenaktion. Muschenheimer Bürger, die das Anliegen unterstützen möchten, können sich das Formular im Internet unter www.dorf-muschenheim.de herunterladen.

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