Teilfinanzierung soll enden

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Lich(kjg). Der Vertrag zwischen der Stadt Lich und dem Gemeindeförderverein Muschenheim, der eine Teilfinanzierung des Muschenheimer Gemeindeschwesternprojektes vorsieht, soll nach der Meinung der Mitglieder des Ausschusses für Soziales, Kultur, Fremdenverkehr und Sport (ASKFS) zum 31. Dezember 2020 vorsorglich gekündigt werden.

In der Sitzung des Ausschusses am Dienstagabend im Rathaus stimmten nur die Grünen dieser Vertragskündigung nicht zu.

Dr. Thomas Krauskopf (Grüne) stellte die Frage in den Raum, ob die Kündigung ein gutes Signal an die Mitglieder und Sponsoren sei. Das sei, wie "die Pistole auf die Brust setzen". Markus Pompalla stimmte ihm zu. Es sei das falsche Signal, denn die Stadt sei ein wichtiger Finanzier, erläuterte Pompalla. Erste Stadträtin Barbara Kröger, die in dieser Sitzung Bürgermeister Bernd Klein vertrat, sagte, die Stadt sei nicht gegen die Förderung, aber die Sorgfaltspflicht erfordere Sicherheit und sichere Voraussetzungen beim Verein.

Zuvor hatte der 1. Vorsitzende des Fördervereins Reimund Marx die Planungen des Vereins vorgestellt. Zum Gemeindeschwesternprojekt gehören derzeit neben Muschenheim und Langsdorf auch Eberstadt, Birklar, Bettenhausen und Kloster Arnsburg. Im kommenden Jahr sollen Ober-Bessingen und Nieder-Bessingen dazukommen. Grundsätzlich wolle man den Verein für weitere Mitglieder öffnen. Der Vorstand solle erweitert und ein Internetauftritt mit Homepage eingerichtet werden. In der nächsten Mitgliederversammlung, die im Februar/März stattfinden solle, werde der Verein die Weichen stellen.

Was der Verein sich wünsche, wollte Krauskopf wissen. Marx möchte die Finanzierung zu je einem Drittel durch den Verein, die Stadt Lich und einen Privatier (Jochen Sauerborn) weiterführen sowie Mitglieder werben, einen kleinen Weihnachtsmarkt und zwei Konzerte im Jahr anbieten. Er sieht in den Dörfern ein Potenzial von 100 Mitgliedern, die mit je 30 Euro Beitrag den Verein unterstützen sollen. Rechner Ulrich Kadel stellte den Finanzplan, der von einem Budget von 45 000 Euro ausgeht, für das kommende Jahr vor.

Für 2012 gehe der Verein von einem Budget von 50 000 Euro aus. Langfristig, ab 2022, sei eine Prognose noch nicht möglich. Außer den Personalkosten für die Gemeindeschwestern habe der Verein keine weiteren nennenswerten Ausgaben, so Kadel.

Jugendbeauftragter zu berufen

Die Jugendförderung des Landkreises und die kommunalen Jugendpfleger haben mit der Initiative "Jugendgerechter Landkreis und jugendgerechte Städte und Gemeinden - gute Jugendpolitik für die lebenswerten Orte von Morgen" ein Konzept entwickelt, mit dem die Jugendlichen stärker an der kommunalen Entwicklung beteiligt werden sollen. Hierfür sollen in Kooperation mit dem Landkreis Projekte gefördert werden, um Beteiligungsformen an der kommunalen Entwicklung für die Jugendlichen zu etablieren. Erster Schritt hierfür ist die Benennung eines ehrenamtlichen Jugendbeauftragten aus den Reihen der Stadtverordneten/des Magistrats, der die überparteilische Vertretung der Anliegen junger Menschen übernimmt. Der Jugendbeauftragte soll in der ersten Sitzung 2020 benannt werden.

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