Sucht ist mehr als Alkohol und Zigaretten

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Lich (pm). Wie viele Raucher gibt es in Deutschland? Was ist der Unterschied zwischen stoffgebundenen und stoffungebundenen Süchten? Wie entwickelt sich eine Abhängigkeit? Antworten auf diese und viele andere Fragen erarbeiten sich Jugendliche beim "Mitmachparcours" zum Thema Suchtprävention, der an unterschiedlichen Schulen im Landkreis Gießen für Schüler der sechsten Jahrgangsstufe angeboten wird. Dieser Tage lernten Jugendliche an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule (DBS) in Lich an verschiedenen Stationen wie dem "Alkoholquiz", einem Zahlenzuordnungsspiel, der Erforschung des Suchtprozesses oder dem "Suchtsack", wie viele verschiedene Arten von Sucht es gibt und wie man diese verhindern kann. So finden sich im "Suchtsack" nicht nur Hinweise auf Alkohol- oder Tabakabhängigkeit, sondern auch auf Sucht nach Tabletten, Süßigkeiten, Computerspielen oder auch Zwangshandlungen wie Putzen oder Händewaschen. Als Ansprechpartner stehen Fachmoderatoren zur Seite, die die einzelnen Stationen betreuen.

Wichtige Aufklärungsarbeit

"Ziel der vielfältigen Mitmachübungen ist es, die Jugendlichen für das Thema Sucht zu sensibilisieren, sie dazu zu ermutigen, ihr eigenes Verhalten zu reflektieren und ihnen zu zeigen, wie sie sich schützen können", sagt Nora Schmidt, Koordinatorin des "Mitmachparcours". Auch der stellvertretende DBS-Schulleiter Ralf Weber ist von dem Angebot überzeugt: "Präventions- und Aufklärungsarbeit ist uns wichtig und wird auch von den Jugendlichen sehr gut angenommen."

Der Parcours wurde federführend von der Jugendförderung des Landkreises Gießen und in Zusammenarbeit mit den Kommunen, die im Kommunalkonzept Suchtprävention mitwirken, sowie der Fachstelle Suchtprävention des Suchthilfezentrums Gießen entwickelt. Der "Mitmachparcours" macht heute an der Gesamtschule Gleiberger Land und am 19. November an der Clemens-Brentano-Europaschule in Lollar Station. Weitere Informationen gibt es seitens der Jugendförderung des Landkreises Gießen bei Thomas Graf unter Tel. 06 41/93 90-93 91 oder per E-Mail an thomas.graf@lkgi.de.

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