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Magokos Film "In Search" wurde bereits bei der Uraufführung 2018 in Leipzig mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. FOTO: PM

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Lich(pm). Weltweit, so schätzt UNICEF, sind etwa 125 Millionen Frauen und Mädchen von weiblicher Genitialverstümmelung betroffen. Beryl Magoko ist eine von ihnen. Die junge Frau ist Filmemacherin, in ihrem Dokumentarfilm "In Search" wird die berührende und persönliche Geschichte der Regisseurin erzählt. Magoko spricht darin über die Erfahrung der Verstümmelung und den Wunsch einer rekons-truktiven Operation ihrer Genitalien.

Der Film wird am kommenden Sonntag, 9. Februar, um 12 Uhr im Kino Traumstern gezeigt. Filmemacherin Magoko kommt zum anschließenden Filmgespräch zusammen mit ihrer Mutter Gati Magoko, ebenfalls Protagonistin im Film, nach Lich.

Emotional und authentisch

Magoko ist in einem Dorf in Kenia aufgewachsen, damals dachte sie, dass alle Frauen in der Welt "beschnitten" werden und diese Prozedur über sich ergehen lassen müssen. Deshalb ertrug auch sie dieses Initiationsritual - sie wusste nichts über die Folgen für Körper und Seele.

Viele Jahre später erfährt Magoko, dass es eine neue Operationsmethode gibt, die verspricht, das zurückzugeben, was damals verloren ging.

In ihrem autobiografischen Dokumentarfilm "In Search" erforscht Magoko das emotionale Dilemma, indem sie mit anderen Frauen spricht, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Magoko versucht herauszufinden, ob sie sich dieser Operation unterziehen soll - eine zweite Reise ins Unbekannte.

"Werde ich noch einmal einen furchtbaren Fehler machen?" Und: "Bin ich bereit, mich mit meinem Trauma auseinanderzusetzen?", das sind die Fragen, die diese emotionale Suche in das Innerste einer jungen Frau führen.

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