Den Folgen für die Stadt, die durch den  Betrieb des Logistikzentrums entstehen, widmen sich die Bürger für ein lebenswertes Lich in ihrem Wahlprogramm. 	FOTO: GECK
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Den Folgen für die Stadt, die durch den Betrieb des Logistikzentrums entstehen, widmen sich die Bürger für ein lebenswertes Lich in ihrem Wahlprogramm. FOTO: GECK

Stärkere Bürgerbeteiligung

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Lich (pm). Die Wählergruppe »Bürger für lebenswertes Lich« (BfL) legt ihr Programm für die Kommunalwahl im März vor. »Aus den leidvollen Erfahrungen im Zusammenhang mit den Auseinandersetzungen um das Logistikzentrum Langsdorfer Höhe möchte die BfL eine Politik für Lich gestalten, die stärker den Willen der Bürgerinnen und Bürger berücksichtigt«, schreibt Spitzenkandidat Burkhard Neumann in seiner Pressemitteilung. Dieses Grundanliegen durchziehe das Programm, das die BfL auf ihrer online abgehaltenen Mitgliederversammlung einstimmig verabschiedet haben.

»Wir möchten einen anderen Politikstil in Lich durchsetzen, der auf stärkere Bürgerbeteiligung, bessere Bürgerinformation, vielfältige Sachkompetenz und offenen Austausch der Argumente setzt« erklärt Neumann. »Den schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit«, die bei vielen Bürgern die Politikverdrossenheit verstärkt habe, wolle die Wählergruppe eine Politik entgegensetzen, »die die Anliegen der Menschen aufnimmt, für stärkere Transparenz der politischen Entscheidungen sorgt und lebendige parlamentarische Diskussionen organisiert«, sagt Dr. Karin Lorenz, die auf Platz 3 der Liste der BfL kandidiert.

In fünf verschiedenen Arbeitsgruppen beschäftigen sich die Mitglieder mit allen Politikfeldern, die für Lich entscheidend sind. Dazu gehören neben der stärkeren Bürgerbeteiligung das Anliegen, die Belastungen der Stadt durch den Betrieb des Logistikzentrums zu minimieren. Ebenso will sich die BfL für eine bessere Verkehrslenkung in der Stadt und ihren Stadtteilen, den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und des Radwegenetzes und Maßnahmen zur Belebung der Innenstadt einsetzen. Weitere Themen sind Senkung der Straßenbeiträge, Stärkung des ehrenamtlichen Engagements und Förderung von Kultur und Kulturinitiativen, Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum sowie seniorengerechten Wohnmöglichkeiten, Ausbau der Kinderbetreuung, Förderung der gemeindenahen Lebensmittelversorgung in den Stadtteilen und schonender Umgang mit den natürlichen Ressourcen.

Auf 22 Seiten haben sich die Mitglieder mit diesen Themen beschäftigt und konkrete Maßnahmen zur Verwirklichung der damit verbundenen Ziele entwickelt (einzusehen auf der Homepage www.bfl-lich.de). Das Wahlprogramm bilde damit die Basis für »die sachliche Auseinandersetzung im Wahlkampf« und definiert viele Punkte, »für die die BfL Antworten formuliert hat«.

Flyer, Plakate und Infostände

Damit sei die Wählergruppe breit aufgestellt und habe Vorschläge zu allen Fragen entwickelt, die die Bürger der Stadt Lich beschäftigen. »Als neue politische Alternative erheben wir mit diesem Wahlprogramm unseren Anspruch, maßgeblich die Geschicke dieser Stadt mitzubestimmen«, erklärt Magnus Schneider, Kandidat auf Platz 4. Und Joachim Siebert, Kandidat auf Listenplatz 6, sagt, mit dem politischen Engagement wolle man einer allgemeinen Politikverdrossenheit entgegenwirknen.

Neben dem Wahlprogramm beschäftige sich die Mitgliederversammlung auch mit dem Wahlkampf. Mit Flyern und Faltblättern, großen Wahlbannern, Plakaten und Infoständen soll der Bekanntheitsgrad der BfL erhöht werden. Sie möchten damit deutlich machen, dass sie sich nicht nur mit den Folgen des Logistikzentrums beschäftigten, sondern Antworten auf alle wichtigen Anliegen der Wählerschaft entwickelt haben.

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