SPD-Fraktion wirbt für Erhalt des Waldschwimmbads

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Lich (pm). Für die Licher ist das Waldschwimmbad eine Institution. Seit dem 6. Juni 1937 bietet es den Menschen vor Ort, aber auch jenen weit über die Grenzen von Lich hinaus Badespaß, Erholung und ein Naturerlebnis. Wurde die Badeanstalt auf Initiative des heute nicht mehr existierenden "Verkehrs- und Verschönerungsvereins" gegründet, so kümmert sich seit 2012 der Verein "Sport, Erholung, Kultur" (SEK) um das Gelände. Seitdem wurde die Attraktivität des Waldschwimmbads enorm aufgewertet. Investitionen und Arbeitseinsätze zur Erneuerung der Spiel- und Spaßgeräte, der Grünanlage, der Umkleiden und Duschen sind einige Beispiele dafür, was das Ehrenamt dort geleistet hat.

Allerdings ist der Fortbestand des Waldschwimmbads keineswegs gesichert. Insbesondere die Wasserentnahme aus dem Albach erweist sich als größter Unsicherheitsfaktor (die GAZ berichtete ausführlich). Eine Genehmigung hat es nie gegeben. Für dieses Jahr liegt eine Ausnahmegenehmigung vor. Wie es weiter geht, ist derzeit noch fraglich. Die Stadtverordnetenfraktion der SPD Lich unter der Leitung des Bürgermeisterkandidaten Dr. Julien Neubert machte sich nun bei einer Begehung ein Bild von der Arbeit des gemeinnützigen SEK und beriet mit dem Vereinsvorsitzenden Joachim Siebert und dem Umweltbeauftragten des Vereins Uwe Port die aktuelle Lage. Hierbei machten Siebert und Port deutlich, dass ohne eine Wasserentnahmegenehmigung das Schwimmbad nicht zu retten sei. Als weiteres Problem wurde die Unsicherheit im Hinblick auf die Nutzung des Geländes diskutiert. So gebe der aktuelle Pachtvertrag zwischen der Stadt Lich und dem fürstlichen Haus keine ausreichende Perspektive für langfristige Investitionen. Überdies sei es aufgrund der Dauer des Pachtvertrages auch nicht möglich, an Fördermittel zur Schwimmbadmodernisierung heranzukommen. Neubert verdeutlichte, dass die SPD- Fraktion zwar keinen Einfluss auf das Genehmigungsverfahren zur Wasserentnahme habe, aber sich mit allen Kräften für den Erhalt des Waldschwimmbads einsetzen wolle. Man werde durch einen Prüfantrag im Stadtparlament bei den Stadtverordneten für den Erhalt des Schwimmbads und für die Sicherung einer langfristigen Perspektive durch Neuverhandlungen mit dem fürstlichen Haus bezüglich des Geländes werben.

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