Den einen Trendnamen gab es im Jahr 2020 im Landkreis Gießen nicht: Gerade einmal jeder 50. Junge erhielt den am häufigsten vergebenen Jungennamen Lio. 		FOTO: DPA
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Den einen Trendnamen gab es im Jahr 2020 im Landkreis Gießen nicht: Gerade einmal jeder 50. Junge erhielt den am häufigsten vergebenen Jungennamen Lio. FOTO: DPA

Das sind die beliebtesten Babynamen 2020 im Landkreis Gießen gewesen

  • vonPatrick Dehnhardt
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Emilia und Lio - das waren im vergangenen Jahr die beliebtesten Vornamen im Landkreis. Was beim Blick auf die Statistik aber vor allem auffällt: Die Namensvielfalt ist groß.

In den kommenden Jahren dürften bei Namensschildern für Kinder vor allen Dingen die Buchstaben A, E, I, L, M,und N gebraucht werden - jedenfalls wenn es sich um Mädchen dreht. Acht der zehn am häufigsten vergebenen Namen im vergangenen Jahr für neugeborene Mädchen im Gießener Land bestehen nur aus diesen Buchstaben.

Im Landkreis Gießen gibt es zwei Kommunen, in denen vor allen Dingen Kinder zur Welt kommen: Lich mit der Geburtsstation der Asklepios-Klinik und Pohlheim mit dem Geburtshaus in Holzheim. Eltern müssen auf dem Rathaus des Geburtsortes das Neugeborene anmelden, sodass die Daten aus dem Licher und Pohl-heimer Standesamt einen guten Überblick über die beliebtesten Baby-Namen 2020 geben.

1231 Babys angemeldet

Insgesamt 1231 Kinder wurden dort angemeldet, davon 585 Mädchen und 646 Jungen. Interessant ist auch folgender Trend: Die große Mehrheit - nämlich 789 Neugeborene - erhielten lediglich einen Vornamen. Mehr als ein Drittel der Kinder (418) bekamen zwei Vornamen. Und nur 24 Neugeborene wurden mit drei Vornamen bedacht. Auf einen vierten Vornamen verzichteten alle Eltern.

Rund zwei Prozent der neugeborenen Jungen wurden Lio genannt, diesen Namen trugen die Standesbeamten 13 mal als ersten Namen ein. Das ist beachtenswert, da Lio deutschlandweit eher eine untergeordnete Rolle spielt, da rangiert er nur auf Platz 33 der am häufigsten verwendeten Jungennamen 2020. Auf dem zweiten Platz im Landkreis landete Theo mit elf Einträgen. Emil, Elias, Felix und Matteo wurden jeweils zehn Neugeborene genannt.

Leni knapp auf Platz zwei

Bei den Mädchen war es eine äußerst enge Angelegenheit: 17 Mädchen erhielten als ersten Namen Emilia, 16 Leni und 13 Emma. Auf den weiteren Plätzen folgen Ella, Lia, Lina, Lena und Mia. Emilia war übrigens auch hessenweit der beliebteste Mädchenvorname, bundesweit liegt er auf Platz zwei.

Bei den Zweitnamen finden sich Klassiker wieder: Spitzenreiterin bei den Mädchen ist Sophie (22), vor Marie (21) und Maria (9). Emilia ist nicht nicht nur der häufigste Erstname, sondern auch der vierthäufigste Zweitname (8), Maria und Rose wurden jeweils sieben Mal vergeben.

Alexander, Maximilian und Karl

Bei den Jungen gab es mehr Variationen bei den Zweitvornamen: Gerade elf Mal kam der Spitzenreiter Alexander vor, sieben Mal Maximilian, jeweils sechs Mal Karl und Liam.

Bei den Drittnamen lässt sich hingegen kein Trend ablesen. Bei lediglich 24 vergebenen Drittnamen im Kreis ist das auch keine große Überraschung.

Mit Blick auf die Statistiken der Standesämter und die relativ geringe Fallzahl, die für einen vorderen Platz ausreichte, wird vor allem eines deutlich: Die Namensvielfalt ist groß. Die Wahrscheinlichkeit, dass in ein paar Jahren fünf Kinder gleichen Vornamens in einer Klasse sitzen, dürfte äußerst gering sein.

Die Hitliste der Vornamen:

Mädchen

1. Emilia 17

2. Leni 16

3. Emma 13

4. Ella 11

Lina 11

6. Lia 10

7. Lena 9

8. Mia 8

9. Fiona/Lara/Lea 7

Jungen

1. Lio 13

2. Theo 11

3. Emil 10

Elias 10

Felix 10

Matteo 10

7. Leon 9

Noah 9

9. Anton/Henry/Liam/Luca/Paul 8

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