»Sie können nichts falsch machen«

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Lich/Gießen (pm/bf). Stabile Seitenlage, Herz-Druck-Massage - so gut wie jeder dürfte wissen, wie das theoretisch funktionieren sollte. Irgendwann zu Führerschein-Zeiten hat man sich damit auch praktisch beschäftigt. Doch bei den meisten ist das eben schon Jahre her. Und danach?

Am heutigen Samstag wird der internationale Tag der Ersten Hilfe begangen. Dr. Daniela Heß, Leiterin der zentralen Notaufnahme der Asklepios-Klinik in Lich, hat das zum Anlass genommen, um auf die Bedeutung hinzuweisen: »Der Appell von uns Notärzten ist, es nicht ein Leben lang bei dem Erste-Hilfe-Kurs vor dem Erwerb des Führerscheins zu belassen«, erklärt Heß. Im Notfall sei Erste Hilfe oft »überlebensnotwendig«. Sie zu leisten, sei meist einfacher, als man denkt.

Zunächst einmal, sagt Heß, sollte man Ruhe bewahren und sich einen Überblick über die Situation verschaffen und insbesondere bei Verkehrsunfällen auch »auf die eigene Sicherheit achten«. Im optimalen Fall beziehe man weitere Anwesende in die Maßnahmen ein. So sollte einer den Notruf unter 112 absetzen und alle relevanten Informationen an den Rettungsdienst übermitteln. »Die geschulten Mitarbeiter können dem Laien Anweisungen zum weiteren Vorgehen geben, sodass die nächsten Schritte koordiniert verlaufen«, sagt Heß.

Und was kann ein Laie bei Erster Hilfe falsch machen? »Nichts«, sagt Heß. »Zu helfen ist immer richtig.« In Deutschland besteht zudem die Verpflichtung, Erste Hilfe zu leisten. »Sicherlich erfordert es manchmal Mut, selbst Hand anzulegen und die wenigen Minuten bis zum Eintreffen von Fachkräften zu überbrücken«, sagt Heß. »Aber jeder muss sich im Klaren darüber sein, dass er selbst schnell einmal in die Rolle des Hilfsbedürftigen kommen kann.«

Der Tag der Ersten Hilfe wurde im Jahr 2000 von der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Halbmondgesellschaften initiiert. Seitdem wird er in über 150 Ländern von Rot-Kreuz-Organisationen und Assoziierten jeweils am zweiten Samstag im September begangen.

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