Dorothea Gillert-Marien stellt im Eberstädter Dorf- und Kulturladen aus. FOTO: CON
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Dorothea Gillert-Marien stellt im Eberstädter Dorf- und Kulturladen aus. FOTO: CON

Seltsame Werke einer Künstlerin

  • vonConstantin Hoppe
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Lich(con). Seit Monaten lag das kulturelle Angebot im Eberstädter Dorf- und Kulturladen in einem virusbedingten Dornröschenschlaf - doch am Freitag änderte sich das wieder mit der Eröffnung der Ausstellung "Seltsam" von Dorothea Gillert-Marien. Und der Titel passt gleich in mehrerer Hinsicht: Denn sowohl die Situation ist seltsam, als auch die Fotomotive die die Künstlerin hier präsentiert.

Eine solche Vernissage gab es im Eberstädter Dorfladen noch nie: Zugangsbeschränkungen, Besucher - höchstens 20 an der Zahl - dürfen nur mit Maske in den Laden. Einige Besucher müssen im Hof warten und können die Bilder erst nach der Eröffnung sehen. Trotzdem ist man hier glücklich, dass man wieder einen Beitrag zum kulturellen Leben leisten kann. Bis zum 19. September kann man zehn Fotografien von Dorothea Gillert-Marien aus Herborn bewundern, die die Wände des kleinen Ladenraums zieren.

Dorothea Gillert-Marien ist ausgebildete Physiotherapeutin, promovierte Virologin und studierte von 2011 bis 2017 an der Kunsthochschule Mainz bei Prof. Judith Samen - hier machte sie ihren Abschluss mit Meisterschülerbrief. Bereits seit ihrer Kindheit faszinieren sie dabei Fotografien: "Schon zu meiner Schulzeit haben mich visuelle Eindrücke fasziniert - doch die Kunst blieb bei mir nach der Schule erst einmal liegen", sagt Dorothea Gillert-Marien im Gespräch mit dieser Zeitung. Im Rahmen ihres Biologiestudiums erwachte wieder das Interesse an künstlerischen Fotografien, was schließlich zum Kunststudium führte. Ihre Motive findet sie dabei meist auf Reisen: "Bei manchen Reisen finde ich unheimlich viele Motive, bei anderen gar keine - und manche Fotos bringen mich erst Jahre später auf Ideen". Das Foto selbst ist dabei nur der erste Schritt: Im Nachhinein werden die Motive per Hand oder am Computer bearbeite, geschnitten, neu geordnet und arrangiert, bis etwas entsteht, dass wahrlich "Seltsam" ist.

Für die musikalische Untermalung der Vernissage sorgte Kantor Christof Becker am Hammerklavier mit Stücken von Haydn, Beethoven und inspiriert von den Werken Gillert-Marien, einer eigenen Improvisation.

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