Mit dem Segway zur Andacht

Am Samstag waren Kirchenvorstandsmitglieder der gesamten Evangelischen Kirche Hessen-Nassau (EKHN) in unterschiedlichen Bewegungsformen – pilgernd, wandernd und kletternd – unterwegs, um in der Mitte ihrer Kirchenvorstandsamtsperiode innezuhalten und über ihre Arbeit nachzudenken. "Was war gut? Wie ist es gelaufen? Was kann man noch verbessern? Wie geht es weiter?" waren die Fragen, die die Kirchenvorstände bewegte.

Am Samstag waren Kirchenvorstandsmitglieder der gesamten Evangelischen Kirche Hessen-Nassau (EKHN) in unterschiedlichen Bewegungsformen – pilgernd, wandernd und kletternd – unterwegs, um in der Mitte ihrer Kirchenvorstandsamtsperiode innezuhalten und über ihre Arbeit nachzudenken. "Was war gut? Wie ist es gelaufen? Was kann man noch verbessern? Wie geht es weiter?" waren die Fragen, die die Kirchenvorstände bewegte.

Von Lich aus machte sich eine Gruppe aus den Kirchengemeinden der evangelischen Dekanate Grünberg, Hungen und Lich unter Leitung von Ina Wittmeier und Doris Wirkner mit Segways nach Kloster Arnsburg auf den Weg, um einen Blick zurück, ein Resumeé zu wagen und in die Zukunft zu blicken. "Etwas Neues wagen und neue Wege gehen" sei auch Thema dieser Veranstaltung, und so passe das Segway als innovatives Einpersonenfahrzeug ganz gut, sagte Wirkner.

Ehrenamtliche unterstützen

In der evangelischen Kirche sind die ehrenamtlichen Kirchenvorstände die tragenden Säulen der Gemeinden. Sie werden alle sechs Jahre gewählt, leiten die Kirchengemeinde, sind verantwortlich für Finanzen, Kinder- und Jugendarbeit, Personal, Kindergarten und Bauvorhaben. Das sei harte Arbeit und für alle eine Herausforderung. Um diese Aufgaben zu erfüllen, ist es nicht nur notwendig, sich in den monatlichen Sitzungen abzustimmen, Ziele, Aufgaben und Pläne zu definieren, sondern auch für eine entsprechende Ausbildung und Schulung dieser Ehrenamtler zu sorgen. Das passiere im Rahmen der Ehrenamtsakademie, die Fortbildungsangebote zur Unterstützung, Entlastung und Erleichterung der Arbeit biete. Argumentationstrainings gegen rechte Parolen, Leitung von Sitzungen, Workshops zur Öffentlichkeitsarbeit, Umgang mit Konflikten, der Kirchenraum und die Gestaltung des Gemeindehauses seien aktuelle Themen.

In den Gesprächen in Kloster Arnsburg und auf den Wegen, die von Lich nach Arnsburg und wieder zurückführten, sprachen die Kirchenvorstände die Themen, die sie bedrücken an. So war zu hören, dass man immer wieder neue Projekte aufsetze, immer wieder in Aktion sei, aber trotzdem das Gefühl habe, nicht weiterzukommen. Auch der Wechsel des Pfarrers sei nicht immer einfach, und habe man sich nach drei Jahren zusammengerauft, komme ein neuer. Ein Vorstand verglich den Kirchenvorstand mit dem Motor der Gemeinden, der die Mitglieder mitnehmen müsse. Ein anderer berichtete vom tollen Kinderchor in seiner Gemeinde, davon müsse man mehr haben. Es könne nicht jeder alles machen, und man brauche eine bessere Verteilung der Arbeit, auf mehrere Schultern. Offene und mehr Diskussionen, weniger Harmoniebemühungen – man müsse nicht immer "jedermanns Liebling" sein.

Vonseiten der Kirche will man sich mehr um die Wünsche der Mitglieder kümmern und in einer Fragebogenaktion an die Mitglieder detaillierte Erkenntnisse erlangen. Eine Klausurtagung im Frühjahr soll dieses Bemühen unterstützen. Vielleicht benötige man auch eine neue Orientierung, so die Aussagen. Nach einer kurzen Andacht ging es wieder mit den Segways zurück.

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