Der Steinkauz steht auf der sogenannten Roten Liste bedrohter Vogelarten.	FOTO: PM
+
Der Steinkauz steht auf der sogenannten Roten Liste bedrohter Vogelarten. FOTO: PM

Schutz für den Steinkauz

  • vonRedaktion
    schließen

Lich (pm). Gerade in kalten Wintertagen benötigt der bedrohte Steinkauz ein wärmendes Plätzchen, das er durch zunehmende Bebauung, Abholzung sowie die Umwandlung von Grünland in Anbauflächen immer weniger findet. Deshalb hat es sich der Naturschutzverein Birklar zur Aufgabe gemacht, die Brut- und Lebensbedingungen der kleinen Eule im Kreis Gießen zu verbessern, um zum Erhalt der Population beizutragen. Für die Anbringung sicherer Quartiere in luftiger Höhe sorgt nun ein Lottogewinn der Umweltlotterie GENAU in Höhe von 5000 Euro, für den sich jeder Umweltprojektträger bewerben kann.

In Hessen steht der Steinkauz auf der sogenannten Roten Liste bedrohter Vogelarten. Deshalb bemüht sich der Naturschutzverein Birklar seit Jahren um den Erhalt der Steinkauzpopulation im Kreis Gießen. Ziel ist es, die Brut- und Lebensbedingungen der kleinen Eule zu verbessern. Dafür müssen geschützte Brut- und Nisthöhlen an hohen Bäumen geschaffen werden - Räume, die der Steinkauz im natürlichen Umfeld nicht mehr ausreichend findet.

»In unseren heimischen Streuobstgebieten in und um Birklar konnten wir durch unsere Arbeit in den letzten Jahren bereits kleine Erfolge bei der Erhöhung des Brutvorkommens erzielen. Diese Hilfe für den Steinkauz möchten wir Stück für Stück auch weiter auf den Kreis Gießen ausdehnen, aber dafür fehlen uns einfach die Ressourcen«, berichtet Uwe Müller vom Naturschutzverein Birklar. Unter dem Projektnamen »Steinkauz-Artenschutzprogramm Mittelhessen« plant der Verein, Bestände des Steinkauzes systematisch zu erfassen und Schutzstrategien mit Landwirten und Streuobstwiesenbesitzern zu erarbeiten. Geplant ist auch, ein Grundstück zu kaufen oder zu pachten, auf dem systematisch Niströhren eingerichtet und gepflegt werden. Zum Projekt gehören auch Revierpflege, die Kontrolle, Dokumentation und Beringung der Käuzchen, um den Projekterfolg nachvollziehen zu können. »Das alles ermöglicht uns nun der Gewinn bei der Umweltlotterie«, freut sich Müller. 5000 Euro stehen zur Verfügung, die der Verein für sein Umweltprojekt gewonnen hat.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare