Die Schüler aus Lich, die Juniorwahl und Cem Özdemirs Kanzlerschaft

  • Ursula Sommerlad
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Helge Braun und Direktmandat? Vergiss es! Jamaika in Berlin? Kein Thema! – Hätten die Neunt- und Zehntklässler der Licher Dietrich-Bonhoeffer-Schule (DBS) das Sagen, dann wäre die Bundestagswahl am vergangenen Sonntag ganz anders ausgegangen. Die Juniorwahl, an der die Licher Gesamtschüler erstmals teilgenommen haben, endete mit einem eigenwilligen Ergebnis. Die wahlberechtigten 220 Jugendlichen, von denen satte 91,8 Prozent ihre Stimme abgaben, hätten für den SPD-Mann Matthias Körner ein Ticket nach Berlin gelöst. Und sie hätten Angela Merkel eine vierte Amtsperiode als Kanzlerin verwehrt. Stattdessen hieße der neue Regierungschef vermutlich Cem Özdemir und der künftige Außenminister Martin Schulz.

Helge Braun und Direktmandat? Vergiss es! Jamaika in Berlin? Kein Thema! – Hätten die Neunt- und Zehntklässler der Licher Dietrich-Bonhoeffer-Schule (DBS) das Sagen, dann wäre die Bundestagswahl am vergangenen Sonntag ganz anders ausgegangen. Die Juniorwahl, an der die Licher Gesamtschüler erstmals teilgenommen haben, endete mit einem eigenwilligen Ergebnis. Die wahlberechtigten 220 Jugendlichen, von denen satte 91,8 Prozent ihre Stimme abgaben, hätten für den SPD-Mann Matthias Körner ein Ticket nach Berlin gelöst. Und sie hätten Angela Merkel eine vierte Amtsperiode als Kanzlerin verwehrt. Stattdessen hieße der neue Regierungschef vermutlich Cem Özdemir und der künftige Außenminister Martin Schulz.

Die Licher Jugendlichen nämlich hätten mit 26,6 Prozent für die Grünen und 24,6 Prozent für die SPD Rot-Grün eine klare Mehrheit beschert. Die CDU landete im Wahllokal "Physiksaal" mit 19,1 Prozent abgeschlagen auf Platz 3. Es folgen die AfD (10,1 Prozent) und die FDP (7,5 Prozent). Mit drei Prozent müsste sich die Linke ganz aus dem Bundestag verabschieden. "Hätte, hätte Fahradkette" würde ein gewesener SPD-Kanzlerkandidat wohl zu diesen Zahlen sagen. Schließlich sind die Schüler aus Lich noch nicht wahlberechtigt. Und auch nicht repräsentativ für das Gesamtergebnis der Juniorwahl, an der bundesweit mehr als 3400 Schulen und knapp eine Million Schüler teilgenommen haben. Das Gesamtergebnis kommt der Realität schon näher: 27,0 Prozent für die CDU, 19,3 Prozent für die SPD, 17,9 Prozent für die Grünen, 8,8 Prozent für die FDP, 7,3 Prozent für die Linke und 6,0 Prozent für die AfD. Die Abweichungen sind zwar immer noch erheblich, die grobe Richtung aber stimmt: "Mutti" bleibt Kanzlerin und packt die Koffer für eine Reise nach Jamaika. (us/Foto: us)

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