+
Pfarrer Hans-Peter Gieß freut sich: Trotz herbstlich-nasser Wetterbedingungen sind die Dachdecker fleißig bei der Arbeit.

Schindel für Schindel

  • schließen

Lich (dhe). Schon seit vielen Jahren kämpft die evangelische Kirche Langsdorf mit Wasserschäden im Dach. Durch immer wieder eindringendes Regenwasser war das Holz im Gebälk teilweise sehr morsch. Seit Januar 2017 stand fest: Die Kirche braucht ein komplett neues Dach. Begonnen haben die Bauarbeiten im Mai 2019.

Zuerst war geplant, dass bis Mitte Oktober das Dach fertig ist. Die Fertigstellung verzögerten sich jedoch. Dies lag jedoch nicht etwa daran, dass größere Schäden als zuvor erwartet gefunden worden wären. Im Gegenteil, die Folgen der Wassereinbrüche waren geringer als befürchtet. Pfarrer Hans-Peter Gieß ist zuversichtlich, dass die Bauarbeiter spätestens bis 24. November so weit sind, dass der Gottesdienst wieder in der Kirche stattfinden kann. Im Anschluss müssen die Außenanlagen wieder zurechtgemacht werden.

Schuld an den Wassereinbrüchen im Dach des Gebäudes waren zum einen die Schindeln. Sie überlappten nicht ausreichend, zudem waren sie im falschen Winkel gedeckt worden, sodass Wasser zwischen ihnen hindurchlaufen konnte. Zudem war die Lattung, auf der die Schindeln befestigt waren, zu dünn. Die neuen Dachlatten sind stabiler.

Großer Rückhalt in Gemeinde

Die Kosten für das aufwendige Bauprojekt liegen insgesamt bei 400 000 Euro. Eine Summe, die Gieß schlucken ließ, als er sie zum ersten Mal hörte. Er konnte jedoch ein wenig aufatmen, denn 80 Prozent der Kosten werden von der Landeskirche übernommen. Somit bleiben noch 80 000 Euro über, die von der Kirchengemeinde selbst gestemmt werden müssen. "Wir sind für die Unterstützung der Landeskirche sehr dankbar, 400 000 Euro könnte unsere Gemeinde allein nicht aufbringen", sagte der Pfarrer.

Besonders freut es Gieß, dass zahlreiche Bürger und die Ortsvereine mit Spenden die Arbeiten unterstützten. Selbst Langsdorfer, die kein Kirchenmitglied sind, hätten geholfen, dass in den 1780er Jahren errichte Baudenkmal zu erhalten, sagte er. Da an dem alten Gebäude auch weiterhin immer wieder Sanierungsarbeiten anfallen, hofft er, dass diese auch in Zukunft erhalten bleibt.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare