Die Schafe und das Unwetter

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Letzter Urlaubstag, also rauf aufs Rad für eine schöne Tour durchs Gießener Land. Das Regenradar gibt mir am Freitag vor einer Woche etwa zweieinhalb Stunden für die Runde durch den Südosten. Auf der alten Bundesstraße Richtung Licher Waldschwimmbad ist freilich erst einmal Schluss. Rechts aus einem Waldweg ergießt sich plötzlich eine Schafherde auf die Straße. Es werden immer mehr, ich stehe mit meinem Fahrrad in einem Meer von Leibern, die sich an mir vorbeischieben.

"So war ich noch nie umzingelt", rufe ich der Schäferin zu. "Alles Weiber", ruft sie zurück und lacht. Ich will ja den Schafen nicht die Schuld geben, aber den Wettlauf gegen das Unwetter werde ich später knapp verlieren. Kurz vor Großen-Buseck flüchte ich mich unter die Brücke der B49, die Katwarn-App auf dem Handy schlägt an, Blitze zucken, aus den schwarzen Wolken fällt Wasser. Die armen Schafe. (mö/Foto: mö)

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