Sascha Ott jetzt Vorsitzender

  • vonred Redaktion
    schließen

Lich(pm). Auf ihrer Jahreshauptversammlung wählten die Freien Wähler in Lich Sascha Ott zu ihrem neuen Vorsitzenden. Der 33-jährige Betriebsleiter des Servicebetriebs beim Landkreis Gießen, der seit 2016 für die Freien Wähler in der Licher Stadtverordnetenversammlung sitzt, freute sich über das große Vertrauen, das die Mitglieder ihm mit dem einstimmigen Votum entgegenbrachten. Ott folgt Josef Benner, der nicht zur Wiederwahl bereitstand, da er seit Oktober 2018 zusätzlich an der Spitze der Fraktion steht.

Mit der Wahl von Sascha Ott finde ein Generationswechsel an der Spitze der Freien Wähler statt, sagte Benner. "Er repräsentiert die Generation der jungen Familien und Leistungsträger in unserer Gesellschaft und kann deren Bedürfnisse in den politischen Alltag einbringen." Ott erklärte, die Freien Wähler "stehen für eine verlässliche und erfolgreiche kommunalpolitische Arbeit, die wir auch in der Zukunft fortführen werden".

Zusammen mit dem 2. Vorsitzenden Reiner Dern dankte er Benner für die "sehr gute Arbeit". Gerade im vergangenen Jahr, als mit den Entscheidungen zum Logistikzentrum auf der Langsdorfer Höhe die politische Kultur in Lich und der Umgang mit den Mandatsträgern in Schieflage geraten sei, habe Benner Führungsstärke bewiesen und "durch kluges und besonnenes Handeln zum Wohl unserer Stadt gewirkt", sagte Dern.

Mit Ott als Vorsitzendem und Benner an der Spitze der Fraktion seien die Freien Wähler "sehr gut aufgestellt für die kommenden Aufgaben", sagte Schatzmeister Dietmar Joseph.

Im Rahmen der Vorstandswahl wurde Sebastian Schäfer, Ortsvorsteher aus Birklar, einstimmig für zwei weitere Jahre im Amt des Schriftführers bestätigt.

Kritik an Umgang mit Mandatsträgern

In seinem Jahresbericht blickte Benner auf "ein turbulentes und arbeitsreiches Jahr 2019" mit Bürgermeisterwahl sowie die Entscheidung zur Bebauung der Langsdorfer Höhe mit einem Logistikzentrum zurück. Insbesondere die negative Veränderung im Umgang mit den Mandatsträgern habe Spuren hinterlassen. "Kritik ist nicht das Problem, damit muss man auch als ehrenamtlicher Politiker umgehen können. Probleme entstehen jedoch dann, wenn Kritik in Beleidigungen, Hassbotschaften und Drohungen umschlägt", sagte Benner.

Neben der Langsdorfer Höhe habe man die Wohnbebauung auf dem Alten Sportplatz Eberstadt sowie auf dem ehemaligen Schulgelände in der Jahnstraße ermöglicht. Auch seien die Aufstellungsbeschlüsse für Neubaugebiete in Muschenheim und Birklar gefasst worden. "Lich ist ein sehr attraktiver Wohnort und damit haben wir dem kontinuierlichen Bevölkerungszuwachs Rechnung getragen", erklärte Benner. Von der positiven Entwicklung müssten auch die Stadtteile profitieren.

Aktuell beschäftige man sich in den städtischen Gremien unter anderem mit einem Konzept zur Bürgerbeteiligung und warte auf das Ergebnis eines Planungsbüros zur Verbesserung der Verkehrssituation in der Kernstadt.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare