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Für ein volles Haus in der Kinokneipe sorgen Klaus der Geiger und Gitarrist Marius Peters. FOTO: NAB

Ein rundum fideler Achtziger

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Lich(nab). Er gilt als einer der bekanntesten Straßenmusiker Deutschlands, mit seinen Liedern gibt er seit Jahrzehnten dem linksalternativen Spektrum eine Stimme: Nur zwei Tage vor seinem achtzigsten Geburtstag am heutigen Montag lockte Klaus der Geiger am Samstagabend zahlreiche Besucher in die Kinokneipe "Statt Gießen".

Zusammen mit Gitarrist Marius Peters stellte er nicht nur das 2016 erschienene Album Piadolla vor, sondern auch sein vielseitiges Können. Denn neben den linken Protestliedern versteht sich Klaus von Wrochem - so sein richtiger Name - beispielsweise auch darauf, Stücke von "Teufelsgeiger" Niccolo Paganini (1782-1840) zu präsentieren. Ansonsten improvisieren die beiden Musiker auch gerne, was jedes Konzert für sie spannend und etwas anders macht, wie Gitarrist Peters berichtet. Durch das Improvisieren haben sich die beiden Musiker aus der Kölner Südstadt vor sechseinhalb Jahren kennengelernt, sagt Peters. "Plötzlich sind zwei Geiger auf die Bühne gesprungen", erzählt er mit einem Augenzwinkern, "danach kamen wir zwangsläufig ins Gespräch und stellten fest, dass wir beide argentinischen Tango sehr mögen." Und es gibt noch eine Gemeinsamkeit des Duos: Beide absolvierten die Kölner Musikhochschule - nur mit 50 Jahren Unterschied.

Die Kombination von Geige, Gesang und Gitarre klappt bestens - etwa wenn Klaus der Geiger von Freiheit, Gleichheit und Geschwisterlichkeit singt, oder die Protestparole "Wir sind hier, wie sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut" liebevoll als Kinderlied bezeichnet und voll Inbrunst darbietet.

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