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Segen per Mausklick: Beim Dekanats-Kirchentag rund um die Marienstiftskirche wird der weltweit erste Segensroboter "BlessU-2" seinen Dienst versehen.

Roboter spendet den Segen

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Lich (pm). Kirchenpräsident, Spiel ohne Grenzen und Pop-Oratorium - der zweite Kirchentag der Arbeitsgemeinschaft (AG) der evangelischen Dekanate Grünberg, Hungen und Kirchberg am Samstag, dem 31. August, ab 15 Uhr rund um die Marienstiftskirche in Lich kündigt sich als bunte Präsentation des evangelischen Lebens in der Region zwischen Limes und Vulkan an. Noch gibt es Grenzen zwischen diesen drei Dekanaten. Die sollen aber mit der Fusion Anfang 2022 verschwinden. "Grenzenlos" lautet das Motto der Veranstaltung. Damit orientiert es sich am aktuellen Jahresthema der drei Dekanate: "Grenzen? Braucht der Mensch - braucht kein Mensch".

Für Gesprächsstoff dürfte vor allem der Segenroboter "BlessU-2" sorgen; die etwa mannshohe Apparatur wurde von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau anlässlich des Reformationsjubiläums 2017 entwickelt und ist seitdem bundesweit im Einsatz. Kann eine Maschine Segen spenden? Ist ein solcher Segen überhaupt wirksam? "BlessU-2" regt auf besondere Art zur Auseinandersetzung mit der Digitalisierung an - und lotet damit einmal mehr Grenzen aus. Pfarrer Lutz Neumeier wird den Segensroboter "betreuen" und Fragen beantworten.

Talkrunde und Escape-Room

"Wo sind Grenzen notwendig und wo sollten sie überwunden oder beseitigt werden? Diese Fragen stehen auch beim AG-Kirchentag in Lich im Zentrum", führt Barbara Alt, Dekanin im Dekanat Hungen, aus. Ihr Dekanat hat die Federführung bei der Veranstaltung, nachdem der erste gemeinsame Kirchentag 2017 in Großen-Buseck stattfand. Sie freut sich darüber, dass Kirchenpräsident Dr. Volker Jung zugesagt hat, die Predigt beim Eröffnungsgottesdienst zu halten. "Die dreht sich um das Lied ›Grenzen‹ von Dota Kehr", kündigt Dekanin Alt an.

In dem Stück wendet sich die Liedermacherin unter anderem gegen Landesgrenzen und wünscht sich einen "Pass, wo ›Erdenbewohner‹ drin steht". Gleichzeitig votiert sie dafür, die Grenzen von Individuen zu respektieren. Neben der ernsthaften Auseinandersetzung mit dem Thema im Eröffnungsgottesdienst und in einer Talkrunde mit Menschen, die persönliche oder räumliche Grenzen überwunden haben, laden die Veranstalter zum "grenzenlos Feiern" nach Lich ein. Zum Bühnenprogramm gehört auch ein Spiel ohne Grenzen, bei dem Mannschaften aus den drei Dekanaten in unterhaltsamen Wettbewerben gegeneinander antreten. Ein Musikprogramm rundet das Angebot auf der Bühne ab: Zu Gast ist das Licher Krainer Trio. Während dieses Angebot eher die Zielgruppe Erwachsene ansprechen dürfte, finden Kinder und Jugendliche auf der Rasenfläche zwischen Kirche und Stadtmauer eigene Angebote der evangelischen Jugend in den drei Dekanaten. Angekündigt sind unter anderem Smoothie-Bikes, ein Escape-Room und die Möglichkeit, Strandstühle zu bauen.

Pop- und Gospeloratorium

Rund um die Bühne präsentieren sich Gemeinden und Organisationen aus Kirche und Diakonie mit Aktionen und Informationsständen. Wer eine Pause vom Trubel rund um die Kirche braucht, findet in der Kirche um 16.30 und 17.30 Uhr Gelegenheit zum Entspannen bei Orgelmusik.

Danach geht es im Kirchenraum an die letzten Vorbereitungen für das Pop- und Gospeloratorium "Jesaja". Chorsängerinnen und -sänger aus den drei Dekanaten haben die Musikstücke seit dem Frühjahr eingeübt. Unter der Gesamtleitung der Kirchberger Dekanatskantorin Daniela Werner präsentiert der AG-Chor mit einem Ensemble aus Profi-Musikern und Solisten um 19.30 Uhr die ergreifende Geschichte vom Propheten Jesaja auf seinem Weg in die Freiheit. Mit einer Feuershow werden die Besucher des zweiten AG-Kirchentags in den Samstagabend verabschiedet.

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