In einem Teil der Hessengasse in Muschenheim wird aufgrund unzureichender Gehsteige die erlaubte Geschwindigkeit auf 30 km/h reduziert. FOTO: PM
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In einem Teil der Hessengasse in Muschenheim wird aufgrund unzureichender Gehsteige die erlaubte Geschwindigkeit auf 30 km/h reduziert. FOTO: PM

Reduziertes Tempo in der Hessengasse

  • vonred Redaktion
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Lich(pm). "Allen Unkenrufen zum Trotz haben wir einen ersten Erfolg mit der Reduzierung der Geschwindigkeit auf 30 Kilometer pro Stunde auf der innerörtlichen Kreisstraße 167 erreicht": Das erklären der Muschenheimer Ortsvorsteher Josef Benner und der ortsansässige Stadtrat Dieter Hartmann-Harbusch. Auf einer Strecke von 125 Metern wurde in der Hessengasse im Nachgang einer Verkehrsschau von Hessen Mobil, Polizei, Landkreis und der Stadt Lich diese Maßnahme umgesetzt. Aufgrund der mangelnden Gehsteigbreiten auf beiden Seiten der Straße ab dem Alten Rathausplatz bis zur Einmündung der Straße Hinter der Kirche folgten die Experten dem Vorschlag der Muschenheimer Mandatsträger für mehr Sicherheit und Lebensqualität.

In einem gemeinsamen Antrag von Ortsbeirat und Stadtrat Hartmann-Harbusch hatten diese beim Magistrat der Stadt um Unterstützung beim Kreis für "das wichtige Anliegen der Muschenheimer Bürger gebeten", so Benner. Auf über 40 Seiten hatten die Muschenheimer Kommunalpolitiker neun Problemfelder, die für eine Anpassung der bestehenden Situation sprechen, aufbereitet. Von Busverkehr über Fußgänger, die zu schmale Gehsteige nutzen müssen, Probleme im Begegnungsverkehr und im ruhendem Verkehr mit Bussen, Lastwagen, Sprinter und landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen bis hin zur Verbesserung der Wohnqualität im alten Ortskern reichte dabei die Palette der Argumente.

Bürgermeister Julien Neubert, der Magistrat und die Verwaltung haben laut Mitteilung von Benner den Antrag unterstützt und das Anliegen beim Kreis mit Nachdruck vorgetragen.

"Schade war nur, dass wir nicht an der Verkehrsschau Ende Juni teilnehmen durften", sagte Stadtrat Hartmann-Harbusch. "Wir hätten gerne als Ortskundige im persönlichen Gespräch mit den Verkehrsexperten der zuständigen Behörden unsere Argumente vorgetragen."

Benner kritisiert den Zeitpunkt der Verkehrsschau. "Aufgrund der Corona-Pandemie ist das derzeitige Verkehrsaufkommen deutlich reduziert". Zudem sei vormittags zwischen 10 und 11.30 Uhr der Berufsverkehr schon durchgefahren. Auch die angespannte Situation durch den ruhenden Verkehr sei um diese Tageszeit "nicht in der Form spürbar".

Ein weiterer Nachteil dieser klassischen Form der Verkehrsschau sei, dass die Lärmemissionen, unter der die Bewohner durch die unmittelbare Bebauung an den Straßen im alten Ortskern leiden, keine Berücksichtigung finden.

Die Reduzierung der Geschwindigkeit in der Hessengasse werten die Mitglieder des Ortsbeirates dennoch als einen ersten Erfolg auf dem Weg, eine langfristige Verbesserung der Verkehrssituation sowie der Lebensqualität entlang der innerörtlichen Kreisstraßen zu erreichen. Insbesondere der ruhende Verkehr im Kreuzungsbereich Schulstraße, Klosterweg und Klausenberg sowie entlang der Brückgasse benötige noch ein verbessertes Raumkonzept.

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