Langsdorfer Höhe

Protest gegen das Logistikzentrum in Lich geht weiter

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Die Kontroverse um das Logistikzentrum Langsdorfer Höhe geht weiter. Der neu gegründete Verein BfL-Lich ruft für den 6. November zum Protest vor dem Licher Rathaus auf.

Die Bebauung der Langsdorfer Höhe auf eine solide Basis stellen, die auch die Interessen kommender Generationen berücksichtigt: Das ist das Ziel der "Bürger für ein lebenswertes Lich" (BfL-Lich). In dem neuen Verein, der sich am Montag gegründet, einen Vorstand gewählt und die Eintragung ins Vereinsregister beantragt hat, haben sich die verschiedenen Bürgerinitiativen gegen das Logistikzentrum sowie weitere Mitstreiter zusammengeschlossen.

Neuer Vorschlag: Bürger GmbH

Erklärtes Ziel der BfL-Lich ist die Gründung einer Bürger GmbH, die das Gelände an der Langsdorfer Höhe zu besseren Konditionen kauft sowie kleinteilig, nachhaltig und ökologisch sinnvoll vermarktet. "Dazu baut das Projekt auf einer breiten demokratischen Basis auf, mit der Unterstützung und vor allem einer breiten Akzeptanz aufseiten der Licher Bevölkerung. Sowohl die Bürger als auch die Stadt Lich beteiligen sich gemeinsam an den Entscheidungen", heißt es in einem offenen Brief, den die BfL-Lich in der aktuellen Ausgabe des Licher Wochenblattes veröffentlicht haben. Im Sinne einer Lösung, die die entstandenen Gräben überwindet, lade man die Stadt Lich zu ergebnisoffenen Gesprächen ein, heißt es weiter. Durch den Umstand, dass die Gültigkeit des Kaufvertrags zwischen der Stadt und der Dietz AG aufgrund eines Formfehlers aktuell in Frage steht, eröffnen sich nach Ansicht der BfL-Lich neue Spielräume für solche Überlegungen.

Mit der Vereinsgründung wolle man alle Aktivitäten bündeln und mit gemeinsamer Energie alle Maßnahmen gegen das Logistikzentrum vorantreiben", äußert Vorsitzender Magnus Schneider in einer Pressemitteilung. Er verweist darauf, dass die vom Magistrat beschlossene Verlängerung des Kaufvertrages aufgrund eines Formfehlers schwebend unwirksam sei. Dieser Formfehler soll in der nächsten Sitzung der Stadtverordneten am 6. November durch einen nachträglichen Beschluss behoben werden. "Auch hier wird es wieder eine Protestveranstaltung vor dem Rathaus geben", heißt es in der Pressemitteilung. Die BfL-Lich rufen die Bürger auf, an diesem Tag ab 18.45 Uhr vor dem Rathaus ihren Unmut über das geplante Logistikzentrum zu zeigen.

Spendenaufruf

Der Verein hält das gesamte Projekt aufgrund von Fehlern etwa im Bereich des Umweltschutzes sowie eines fehlenden städtebaulichen Vertrags für juristisch angreifbar. Man rechne mit langjährigen Rechtsstreitigkeiten und habe ein renommiertes Anwaltsbüro mit der Prüfung des Sachverhalts beauftragt, heißt es in der Pressemitteilung.

Informationen über den neuen Verein gibt es auf der Homepage www.bfl-lich.de. Dort wird auch um Spenden für eine etwaige juristische Auseinandersetzung, um finanzielle Unterstützung der geplanten Bürger-GmbH und um tatkräftige Mithilfe gebeten. Auf Facebook sind die "Bürger für ein lebenswertes Lich" ebenfalls präsent.

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