Premiere bringt 42 950 Kilometer für gutes Klima

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Lich(pm). Zum ersten Mal hat die Stadt Lich im August/September an dem 2007 vom Klima-Bündnis initiierten Wettbewerb "Stadtradeln" teilgenommen. Ziel dieser Aktion ist es, für den Umstieg vom Pkw auf das Fahrrad für alltägliche Fahrten sowie für die Verkehrswende im Allgemeinen zu werben.

Dass das "Stadtradeln" ein voller Erfolg war und 2021 wiederholt werden sollte, zeigt die Statistik, die sich sehen lassen kann. Insgesamt wurden knapp 43 000 Kilometer mit dem Fahrrad von 186 Teilnehmern in 16 Teams zurückgelegt. Hätte man diese Wege mit einem Pkw zurückgelegt, so wären zusätzliche sechs Tonnen Kohlenstoffdioxid ausgestoßen worden. Dies entspricht einer Fahrstrecke von 30 000 Kilometer.

Der eine oder andere Weg mit dem Fahrrad wurde zwar nicht unbedingt als Ersatz für die Pkw-Fahrt zurückgelegt, aber - das zeigt das Siegerfeld - eine Vielzahl von Teilnehmern nutzte das Fahrrad für den täglichen Weg zu Arbeit, für Einkäufe oder Besuche.

Bürgermeister Dr. Julien Neubert, der selbst am "Stadtradeln" teilnahm, zeichnet kürzlich die besten drei Radler sowie das Siegerteam aus. In der Einzelwertung belegt Stefan Knierim aus dem Grünen Team mit 1089 Kilometern den ersten Platz. Auf 959 Kilometer kommt der Zweitplatzierte Rüdiger Gruber vom Team des Karate Dojo. Platz drei belegt Jochen Haaf mit 782 Kilometern vom Team der Roten Radler. Das Team der Roten Radler des SPD-Ortsvereins Lich belegte mit 6493 gefahrenen Kilometern in der Teamwertung den ersten Platz. Gemeinsam mit Robert Wirth, der mit 81 Jahren über 300 Kilometer erradelte, nahm Ruth Rohdich als Teamkapitän den Teampreis entgegen.

Im Zuge der Preisverleihung fragte Neubert die Erfahrungen der Teilnehmer in den vergangenen Wochen sowie ein Feedback für die Radverkehrsinfrastruktur ab. Die Teilnehmer lobten den guten Radwegeausbau, mahnten stellenweise Beschilderungen sowie Probleme der Fahrradmitnahme im ÖPNV an. Vereinzelt wurden Stellen im Radwegenetz genannt, die Ausbesserungsarbeiten bedürfen. Alle anwesenden "Stadtradler" wünschten sich für die Zukunft, dass Autofahrer mehr Bewusstsein für den Radverkehr im täglichen Straßenverkehr aufbringen. Zudem wurden mögliche Orte für mehr Fahrradstellplätze diskutiert.

Neubert sagte in diesem Zusammenhang, dass möglichst bald wieder ein Beteiligungsworkshop zum Verkehrskonzept stattfinden soll, damit das unter Berücksichtigung der Bürgereingaben erarbeitete Maßnahmenkonzept in der Breite diskutiert werden kann.

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