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Das multifunktionale Kleinsportfeld ersetzt einen Volleyballplatz.

Platz für neue Erinnerungen

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Lich (con). Uneben, Risse auf der Oberfläche und nicht mehr verkehrssicher: Der Schulhof an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Lich zeigte in den letzten Jahren deutliche Abnutzungserscheinungen. Das hat sich jetzt geändert. In den vergangenen Monaten wurden der Schulhof und das angrenzende Außensportfeld komplett saniert.

Treppe dient als Tribüne

Der alte Schulhof stammte noch aus den 1970er Jahren. Über Jahrzehnte hinweg wurden Schäden nur provisorisch ausgebessert, ab März war es jetzt so weit: Die grundhafte Sanierung wurde begonnen. Gleichzeitig wurde auch die benachbarte Fläche, auf der sich früher einmal ein Volleyballfeld befand, neu hergerichtet und zu einem Außensportfeld umgestaltet. Am Mittwochmittag weihte Schuldezernentin Dr. Christiane Schmahl offiziell den neu gestalteten Schulhof ein: "Ich freue mich darüber, dass der Schulhof jetzt wieder mehr Anreize zur Bewegung bietet", sagte sie.

Das multifunktionale Kleinsportfeld hat eine Größe von 570 Quadratmetern und steht neben den verschiedenen Sportarten zum Toben und Spielen zur Verfügung. Eine Unterrichtsnutzung ist jedoch nicht geplant. "Außer natürlich die Schüler überreden ihren Sportlehrer dazu, den Unterricht auf das Feld nach draußen zu verlegen", meinte der stellvertretende Schulleiter Ralf Weber. Tore, Netze oder Basketballkörbe stehen in mobiler Form bereit. Im Randbereich des Spielfeldes sind Ballfangnetze angebracht.

Auch der Schulhof hat einige Veränderungen durchgemacht: Der Asphaltplatz ist verschwunden, stattdessen wurde er gepflastert und mit Grünflächen versehen. Zudem wurde die Beleuchtung auf LED umgestellt und die Entwässerung des Platzes sichergestellt. Zudem haben die Planer dafür gesorgt, dass die Stufen zum höheren Hofbereich als eine Art Tribüne zum Spielfeld hin genutzt werden können. Schließlich wurde durch das Tor zum Turmgäßchen hin ein zusätzlicher, barrierefreier Zugang zum Schulhof geschaffen. Für die Herstellung des Sportfeldes und des Schulhofes wendete der Landkreis rund 480 000 Euro auf.

Für die ausführende Firma gab es aber auch eine Überraschung: "Wir haben an drei Stellen auf dem Schulhof Probebohrungen gemacht, um herauszufinden, wie dick die Asphaltschicht ist und wie sie sich zusammensetzt", erklärte Landschaftsarchitekt Michael Dorlas im Gespräch mit dieser Zeitung. Dabei kam heraus, dass diese rund 15 Zentimeter dick sei. "Doch als dann die Asphaltschicht abgetragen werden sollte, kam eine 40 Zentimeter dicke Schicht zu Tage - an manchen Stellen auch noch dicker. Die Probebohrungen waren an den einzigen Stellen, wo die Asphaltschicht dünner war." Das bedeutete auch etwas mehr Aufwand bei der Entsorgung des Asphalts.

Und die Schüler? Die freuen sich jetzt über den neu gestalteten Schulhof, das neue Außensportfeld und die Tischtennisplatten. Aber es gibt auch einen Wermutstropfen: Denn mit dem neuen Schulhof gingen auch viele Erinnerungen an zurückliegende Abschlussstreiche verloren, die hier verewigt waren. Dafür gibt es jetzt viel Platz für neue Erinnerungen.

Ganz abgeschlossen sind die Arbeiten an der DBS noch nicht: Bis 2024 will der Landkreis hier noch eine Mensa schaffen und den Küchenbereich komplett neu gestalten. Wann hierzu die Arbeiten starten werden, steht allerdings noch nicht fest.

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