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Ein wahres Kleinod haben Pauline und Günter Zerb auf dem Areal eines ehemaligen Steinbruchs geschaffen. (Foto: con)

Tag der offenen Gärten: Blick in verborgene Paradiese

Lich (con). Am Sonntag herrschten nahezu englische Verhältnisse in Langsdorf. Damit ist mitnichten gemeint, dass Langsdorf aus der EU austreten will oder es hier nur noch "Fish&Chips" zu essen gäbe. Vielmehr kamen Besucher in den Genuss, wunderschöne Gärten zu besuchen.

Und wie könnte es nicht anders sein: Während in Hungen und in Gießen die Sonne schien, herrschte in Langsdorf bestes britisches Wetter. Das sorgte aber bei den Besuchern zu keinerlei Verstimmung und wie bereits beim ersten "Tag der offenen Gärten und Höfe" im vergangenen Jahr zog es auch dieses Mal Hunderte Besucher aus dem ganzen Landkreis und sogar aus dem Vogelsberg und der Wetterau in den Licher Ortsteil – auch wenn man dieses Mal einen Regenschirm statt Sonnenmilch dabei haben musste.

Früher war alles offen

Insgesamt in acht sonst verschlossene Gärten und Höfe durften alle einen Blick hineinwerfen. Der Tag wurde schon morgens mit einem gemeinsamen Gottesdienst in einer alten, mit viel Liebe, restaurierten und renovierten Hofreite der Familien Ebert und Rühl in der "Weidegasse" eröffnet. "Früher war es ganz normal, dass die Höfe offen waren und jeder einen Blick in sie hineinwerfen konnte", erinnerte sich Pfarrer Hans Peter Gieß. Doch heute ist es zumeist nicht mehr möglich. "Damals hat man immer gleich gedacht: Was ist denn da passiert? Wenn einmal ein Hof verschlossen war", sagte der Pfarrer weiter.

Umso schöner ist es deshalb, dass sich dies einmal im Jahr in Langsdorf verändert. Und das es dafür viele Interessierte gab, konnte man schon auf den belebten Straßen und Gassen des Ortes sehen.

Wie bereits im letzten Jahr ging die Organisation des Tages vor allem von Petra Roth aus. In ihrem Kreativgarten konnten die Besucher neben den Pflanzen und der Gartengestaltung auch ihre Patchwork-Arbeiten bestaunen. Ein ganz besonderes Kleinod findet sich im Garten der Familie Zerb. Auf dem ehemaligen Steinbruchgelände im "Nonnenröther Weg" gabe es viel zu entdecken, denn Pauline und Günter Zerb haben sich hier ein wahres Gartenparadies mit Fischteich, Wasserläufen und Blumen angelegt. Schon seit mehreren Jahren spielt die Familie mit dem Gedanken, am Wettbewerb um Hessens schönsten Garten teilzunehmen.

Die Vorbereitungen zu den "offenen Gärten" haben bereits im Frühjahr begonnen – angesichts der zahlreichen Besucher, die sich hier Ideen und Anregungen für ihre eigenen Gärten holten oder einfach nur ein bisschen durch Gärten und Höfe spazieren gehen wollten, hat sich der Aufwand auf jeden Fall gelohnt.

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