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Die Ober-Bessinger Pforte und die Bronzeplakette

  • vonConstantin Hoppe
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Dass die Pforte in Ober-Bessingen ein ganz besonderes Bauwerk ist, wissen nicht nur die Einwohner des Dorfes: In der vergangenen Woche wurde die Pforte mit dem dritten Platz des Hessischen Denkmalschutzpreises ausgezeichnet. Bürgermeister Julien Neubert konnte diesen im Rahmen einer Feierstunde im Schloss Biebrich in Wiesbaden entgegennehmen. Nun reichte er ihn an den Verein Licher Pforte 1782 Ober-Bessingen weiter.

"Es gibt hier ein unglaubliches Engagement der Bürgerschaft und ein super Zusammenspiel von Bevölkerung, der Stadt und dem Denkmalschutz", erklärte Neubert. "Man sieht dabei: Der Denkmalschutz muss nicht weit weg sein von den Wünschen der Bürger." Damit spielte er unter anderem auf einen der Gestaltungswünsche des Denkmalschutzes zur Pforte an: Dieser hätte das Bauwerk gerne verputzt. Von diesem Vorschlag hielten die Ober-Bessinger aber gar nichts.

Auch Architektin Stefanie Muskau weiß das Engagement zu loben: "Bei den Arbeiten hat man deutlich gespürt, dass sich die Begeisterung der Ober-Bessinger auch auf Architekten und Handwerker übertragen hat." Der Preis umfasst neben einer Urkunde auch eine bronzene Plakette. Letztere wird allerdings nicht an dem Gebäude angebracht: "Das wäre nicht gut für das Fachwerk", erklärt die Architektin. In solchen Momenten wird Franz-Gerd Richarz besonders vermisst. Lange Zeit hatte er sich für den Erhalt der Pforte eingesetzt, 2017 war er verstorben. "Immer wenn ich Bedenken geäußert habe, hat er gesagt: ›Karin, wir schaffen das‹", erinnerte Ortsvorsteherin Karin Römer. "Leider kann er dass heute nicht mehr erleben."con/FOTO: CON

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