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Birgit Kuhn präsentiert ihre Linoldrucke im Dorfladen in Eberstadt.

»Nun sind wir wirklich wieder da«

  • Nastasja Akchour-Becker
    VonNastasja Akchour-Becker
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Lich (nab). Es herrscht wieder geschäftiges Treiben im Eberstädter Dorfladen. Und zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie haben nun wieder Sektkorken zu einer Vernissage geknallt. Seit Samstag kann man im Dorfladen die Linoldrucke von Birgit Kuhn betrachten. Das ehrenamtliche Helfer-Team ist froh, dass es wieder die Pforten öffnen kann und somit ein Stück Normalität einkehrt.

»Eigentlich waren wir ja nie wirklich weg«, sagt Alexandra Renkawitz vom ehrenamtlichen Helfer-Team, »aber nun sind wir wirklich wieder da.« Nur im März und April 2020 war der Dorfladen komplett geschlossen. »Als Grundversorger in Eberstadt hatten wir zum Einkaufen geöffnet.«

Aber die Veranstaltungen und der Cafébetrieb blieben aus. »Mit den Lockerungen können Besucher jetzt wieder draußen im Biergarten sitzen, und seit zwei Wochen machen wir das Café im Gebäude wieder auf«, sagt Renkawitz. »Dafür arbeiten wir mit der Luca-App.«

Voraussetzung zum Kaffeegenuss im Innern ist die zweimalige Impfung, ein negativer Coronatest oder ein Nachweis über die Genesung.

Die Vernissage von Birgit Kuhns Linoldrucken ist nur die erste von einigen weiteren Veranstaltungen, die das Dorfladen-Team plant. Für den 18. Juli ist um 15 Uhr ein Frischluftkonzert auf dem Gelände mit dem Eberstädter Blasorchester unter der Leitung seines neuen Dirigenten Andreas »Freddy« Czerney vorgesehen. Die nächste Veranstaltung aus der Reihe »Midde in de Woch« findet am 21. Juli um 19.30 Uhr statt. Vorgesehen ist ein Kneipenquiz im Freien. Und beim 4. Bluesfestival sind für den 14. August abends zwei hochkarätige Formationen auf dem Lkw-Anhänger im Hof vorgesehen.

Kuhns mikro- und makroskopischen Drucksachen von der Linolplatte sind noch bis zum 15. August im Dorfladen zu sehen. Darunter befinden sich Porträts mit fein dargestellten Haaren oder im Vordergrund stehenden Mustern. Interessant auch die Drucke, für die sie einen mit Haaren verklebten Kaugummi unter einem Mikroskop fotografiert und diese Vorlage in Linoleum geschnitten hat.

Zudem gibt es dreifarbige Stadtansichten vom Seltersweg in Gießen oder etwa den Mülltonnen hinter dem Fuhr. »Sie ist durch und durch Künstlerin und kann es auch pädagogisch weitergeben«, lobt Renkawitz die »Original-Hessin und Wahl-Landkreis-Gießenerin«. Denn als gelernte Tischlerin habe sie sich nicht nur künstlerisch weiterentwickelt, sondern gibt auch als Lehrerin für Kunst und Chemie an einem Gymnasium in Friedberg ihr Wissen weiter.

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