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Das neue Haus und der arme Baum

  • Patrick Dehnhardt
    vonPatrick Dehnhardt
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Die Sanierung der Volkshochschule in Lich wurde nun nach einigen Monaten Bauzeit beendet: Seit Oktober 2018 lief der Umbau. Nun meldete der Landkreis vor wenigen Tagen die Fertigstellung.

Das Gebäude scheint auf den ersten Blick ganz hübsch geworden zu sein. Wie es sich bewährt, das beurteilen die kommenden Nutzer.

Ein Baumfreund jedenfalls wunderte sich beim Blick auf dieses Foto: Warum sind die Bäume rechts und links des Eingangs so extrem gestutzt? Soll das Kunst sein?

Nachgefragt bei einem Baum- experten: Auch dieser schüttelt bei dem Anblick den Kopf. "Der Fehler ist beim Pflanzen geschehen", sagt er. Es sei nicht die optimale Pflanzzeit für Bäume gewesen, als der Baum gesetzt wurde. Dann sei der Baum wohl nicht genügend eingeschlämmt worden, habe sich zu wenig mit der vorhandenen Erde verbunden, zudem zu wenig Wasser bekommen. Das Ergebnis: Der Austrieb aus diesem Jahr trocknete ein - und wurde ratzekahl abgeschnitten.

"Es soll der Rettung des Baumes dienen", sagt der Experte, fügt aber an: "Ich halte von der Maßnahme nicht viel." Denn der Baum gerate dadurch in starken Stress. Ob er noch angeht, steht in den Sternen. "Ich als Kunde würde diese Bäume nicht akzeptieren und auf eine Neubepflanzung ab Oktober pochen."

Vielleicht hat der tote Baum sogar System, plant die KVHS einen Kurs "Baumschnitt und Baumpflanzung" und wollte dafür ein Negativbeispiel zur Hand haben. Oder es ist eine Kunstinstallation, Titel: "Mein Freund, der Baum, ist tot." pad/FOTO: PAD

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