Freuen sich über eine der beiden neuen Brücken: Ortsvorsteherin Nicole Lang, Markus Müller, Dr. Julien Neubert und Florian Schmidt (v. l.). FOTO: PM
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Freuen sich über eine der beiden neuen Brücken: Ortsvorsteherin Nicole Lang, Markus Müller, Dr. Julien Neubert und Florian Schmidt (v. l.). FOTO: PM

Neue Brücken über die Wälle

  • vonred Redaktion
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Lich(pm). Für eine Vielzahl von Wanderern und Spaziergängern sind die beiden Brücken über die Wälle hinter der Klostermauer oberhalb des Spielplatzes eine wichtige und schöne Verbindung nach Kloster Arnsburg. Als die beiden Holzbrücken vor etwa vier Jahren zunehmend witterungsbedingte Schäden aufwiesen, war für den Ortsbeirat des kleinsten Licher Stadtteils klar, dass die irreparablen Brücken nicht nur abgerissen, sondern unbedingt ersetzt werden müssen.

Von dieser Einschätzung konnte Ortsvorsteherin Nicole Lang den Magistrat der Stadt Lich überzeugen. In enger Abstimmung mit dem in der Bauverwaltung der Stadt Lich für den Tiefbau zuständigen Sachbearbeiter Florian Schmidt wurden zwei neue und robuste Brücken geplant. Lang zufolge bestand anfangs Skepsis, ob eine witterungsbeständigere Metallkonstruktion wirklich an den Standort passe, allerdings hätten sich diese Zweifel verstreut.

"Heute kann man sagen, dass es sich um gelungene Konstruktionen handelt, die sich sehr gut in die Landschaft einfügen", stellt Lang mit Blick auf die beiden Brücken fest. Ortsbeiratsmitglied Markus Müller zeigt sich besonders über den Termin der Fertigstellung erfreut: "Die Brücken wurden gerade zum richtigen Zeitpunkt fertig, da inzwischen auch die Holztreppe, die in das Gottesackertal führt, die sogenannte Himmelsleiter, baufällig und nicht sanierbar ist." Mit der Wiedereröffnung der Brücken sei der Rundgang um die Mauer des Klosters also weiterhin gewährleistet.

Die Brücken wurden einst zur Komplettierung der Wanderwege des Klosters von der damaligen selbstständigen Gemeinde Arnsburg errichtet. Dazu wurde ein bereits in der Mauer - wie auch an anderen Stellen - vorhandener kleiner Einlass geöffnet. Die Brücken führen über Wallanlagen, von denen man damals vermutete, dass sie zur Burg Arnsburg gehören würden.

Spätere Forschungen im Weg der Luftbildarchäologie haben jedoch ergeben, dass sich die Arnsburg an einer ganz anderen Stelle befunden hat. Es handelt sich um das Gebiet auf einem Felsensporn oberhalb der Bergermühle, deren Grundmauern in den 1980er Jahren freigelegt und für die Öffentlichkeit zum Teil erhalten worden sind.

Beliebter Ort bei Tagestouristen

Heute vermutet man, dass die Wälle zu einer Befestigungsanlage aus Holz gehört haben könnten. Sicher ist nur, dass sie nicht von der Natur, sondern von Menschenhand erschaffen worden sind.

Auch Bürgermeister Dr. Julien Neubert zeigte sich erfreut darüber, dass die beiden Brücken nun endlich eingeweiht werden konnten. "Ich bin viel in und um Kloster Arnsburg unterwegs, und ich weiß, wie beliebt dieser Ort bei Wanderern oder Tagestouristen ist. Ich bin mir sicher, dass die beiden Brücken gut angenommen werden", sagte der Rathauschef.

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