Neubert will Gräben schließen

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Lich(pm). Zahlreiche Gäste, auch aus den anderen Fraktionen, begrüßte die SPD Lich bei ihrem Neujahrsempfang im Bürgerhaus. Viele waren dabei vor allem auf die Worte des neuen Bürgermeisters Julien Neubert gespannt.

Respekt vor anderer Meinung haben

Der neue Bürgermeister erinnerte: "Wir als Licher blicken auf ein aufregendes Jahr 2019 zurück." Den Bürgermeisterwahlkampf habe das Thema Gewerbegebiet "Langsdorfer Höhe" dominiert. Es sei eine Entwicklung, welche die Stadt nachhaltig prägen werde, und dies nicht nur baulich. "Insbesondere der teils heftige Diskurs hat Spuren hinterlassen, Gräben aufgeworfen." Es sei seine Aufgabe, aber auch die aller Licher, diese Gräben wieder zu schließen.

Generell habe die Debatte gezeigt, dass die Bürger in Lich politikinteressiert sind und an Entscheidungen beteiligt werden wollten. "Wir müssen dies weiterentwickeln", erklärte Neubert. Demokratie bedeute ein "Ringen um den richtigen Weg". Jedoch seien für eine ordentliche Diskussion zu einem Thema Grundregeln einzuhalten: "Tatsachen müssen Tatsachen bleiben und dürfen nicht von ›alternativen Fakten‹ verdrängt werden. Beteiligung funktioniert nur, wenn ich dem Gegenüber unterstelle, dass er auch am Fortkommen dieser Stadt interessiert ist." Dieses Interesse sei den Kommunalpolitikern von einem Teil der Gegner abgesprochen worden.

Gastredner Frank-Tilo Becher richtete zunächst Dankesworte an den ehemaligen Bürgermeister Bernd Klein. Er als Gießener habe beobachten können, dass in der Ära Klein Lich einen soliden Weg gegangen sei. Es freue ihn, dass in Lich weiterhin ein SPD-Mitglied Bürgermeister sei.

Becher stellte die Frage der sozialen Gerechtigkeit ins Zentrum seiner Rede.

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