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Das Parforcehorncorps "Hoher Vogelsberg" umrahmt die Messe.

Musik im grünen Gewand

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Lich (kjg). Zur Hubertusmesse hatte der Jagdverein Hubertus Gießen und Umgebung am Sonntagnachmittag ins Dormitorium des Klosters Arnsburg eingeladen. Seine Predigt leitete Pfarrer Dr. Ulrich Becke mit Hinweis auf seinen baldigen Ruhestand ein: "Alles hat einmal ein Ende." Dann verwies er auf den aus Schlüchtern stammenden Ulrich von Hutten (1488-1523) und dessen positive Einstellung zum Leben. "Es ist toll zu leben" zitierte Becke den Reformer, dessen Einstellung stets nach vorne gerichtet gewesen sei. Becke erinnerte aber auch an die Risiken und Gefahren der Gegenwart. Hutten habe schon damals gemahnt: "Deutschland muss sich Bildung aneignen, und die Barbarei muss mit Schimpf und Schande vertrieben werden."

Im Laufe des Gottesdienstes thematisierten Jugendliche und Kinder immer wieder den Einklang der Jagd mit der Natur sowie das Hegen und Jagen des Wildes, etwa in dem Jägerspruch: "Das ist des Jägers Ehrenschild, dass er beschützt und hegt sein Wild, waidmännisch jagt, wie sich’s gehört, den Schöpfer im Geschöpf verehrt." Jugendliche beteten für das Tier als lebendiges Geschöpf. Die Erde sei von den Generationen nur geliehen, den Berufsgruppen wünsche man ein gutes Gespür für ihre Arbeit.

In ihrer Hubertusmesse beziehen sich die Jäger auf die Hirschlegende, in der Hubertus von Lüttich sich von einem wilden Jäger zum christlich-gemäßigten Jäger wandelt. Die Legende gilt den Jägern als Vorbild einer gemäßigten und waidgerechten Jagd.

Den Gottesdienst unter der Leitung von Pfarrer Becke gestalteten das Parforcehorn-corps "Hoher Vogelsberg" unter der Leitung von Jan Andres, die Bläsergruppe des Jagdvereins "Hubertus" Gießen unter der Leitung von Oswald Henzel sowie Mitglieder des Vereins mit der Liturgie und den Fürbitten. Hundeführer mit ihren Jagdhunden sowie Falkner mit dem Kordillierenadler, den Wespenbussarden und Falken sowie die jagdlichen Dekorationen gaben der Feier einen würdigen und feierlichen Rahmen.

Im Anschluss wurden die Jungjäger und Falkner in die Gemeinschaft der Jäger aufgenommen; sie erhielten mit der Übergabe der Jägerbriefe den "Jägerschlag".

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