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Maler Gerd Römer stellt in Arnsburg aus

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Lich/Grünberg (dv). Im Dormitorium von Kloster Arnsburg zeigt der Grünberger Maler Gerd Römer einen Querschnitt durch sein Schaffen. Vor zwei Jahren hatte er mit einem Kollegen eine Ausstellung mit Schwerpunkt Gärten und Landschaften unterbreitet. Dieses Mal war es die ganze Bandbreite seiner Motive mit 180 (!) Bildern. »Damit habe ich mich wohl etwas übernommen«, meinte er in erläuternden Worten zur Eröffnung der Ausstellung und dankte seiner Frau für die Unterstützung.

120 Bilder sind überhaupt zum ersten Mal in der Öffentlichkeit zu sehen. Der Schwerpunkt ist nach wie vor die Landschaft der näheren und weiteren Umgebung Grünbergs. »Aber manchmal zieht es mich - bei aller Schönheit, die man in der Umgebung findet- zu völlig anderen Landschaften«, stellte er fest. So entstanden Bilder mit Motiven von Bergregionen, vom Bodensee und aus den Weiten der Normandie.

Immer wieder sind es Themengruppen, die Römer mehrfach reizen; wie beispielsweise der Steinbruch in Michelnau. Die Silhouette von Ober-Bessingen hat ihn in den Ort gezogen und war mit vielen Bildern rund um das Dorf vertreten. Zur 750-Jahr-Feier des Ortes hatte er sie dort ausgestellt.

Bei den Blumen fällt die Trilogie »Wilhelma« auf. Die Hyazinthen fand er in dem gleichnamigen Garten in Stuttgart. Die Natur habe das großartigste Farbenangebot, so seine Aussage, obwohl dieses gerade in den Landschaftsbildern nur gedämpft zum Ausdruck kommt. Sie sind auch oft ohne feste Konturen, während er diese bei anderen Bildern teilweise mit Federkiel einfließen lässt. Das Aquarell steht im Vordergrund. Gern arbeitet Römer mit Öl, daneben gibt es Zeichnungen und Grafik.

Überrascht blieben die Besucher vor drei Bildern stehen, die den Betrieb auf einem Bahnhof zeigen. Sie fallen im natur- und umweltbetonten Repertoire besonders ins Auge. Als seltener Nutzer der Bahn fasziniere ihn jedes Mal das Treiben auf Bahnhöfen, in dem sich vieles mischt: Abfahrt und Ankunft, Hektik und Langeweile.

Die Ausstellung bietet ein eindrucksvolles und reiches Bild von der Arbeit des Malers Gerd Römer. Sie ist bis 12. Juni geöffnet: Mo.-Fr. von 14 bis 18 Uhr, samstags/sonntags von 10 bis 18 Uhr.

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