Logistikzentrum bleibt Aufregerthema

  • vonred Redaktion
    schließen

Lich(pm). Die Demokratische Bürgerliste Lich (DBL) begrüßt die rege Teilnahme an ihren Bürgergesprächen kürzlich in Muschenheim, Birklar, Bettenhausen und Eberstadt. Die Gespräche verdeutlichten die Sorgen der Bürger und den Wunsch nach mehr Information, Aufklärung und genaueren Angaben zu geplanten Projekten der Stadt, heißt es in einer Pressemitteilung. Eingeladen waren die jeweiligen Ortsvorsteher sowie Bürgermeister Dr. Julien Neubert.

Schwerpunkte waren jeweils die Abschaffung der Straßenbeiträge und die geplante Bürgerbeteiligung. Hierzu hatte die DBL schon 2019 einen Antrag gestellt, der im Stadtparlament einstimmig angenommen wurde. Bürger erwarteten eine zügige Bearbeitung, so die DBL. Beim Gespräch in Muschenheim sei deutlich geworden, dass die Verkehrsbelastung durch das geplante Logistikzentrum auf der Langsdorfer Höhe viele Bürger besorgt. Speziell in Muschenheim und Birklar befürchteten Anwohner, dass Lkw und Sprinter die mautfreie Strecke über die Ortsteile nehmen werden, um die Autobahnanschlussstelle Butzbach zu erreichen.

Auch in den Ortsteilen Bettenhausen und Eberstadt kam es zu heftigen Diskussionen über das geplante Logistikzentrum. Die größte Teilnehmerzahl verzeichnete das Bürgergespräch in Birklar. Burkhard Neumann vom Verein "Bürger für ein lebenswertes Lich" (BfL) erklärte, dass man alle legalen Mittel ausschöpfen werde, um das Entstehen des Logistikzentrums zu verhindern.

Umfrage zu Straßenbeiträgen?

Zum Thema Straßenbeiträge forderte die "Bürgerinitiative Straßenbeiträge" (BI) eine gerechtere Lösung, die betroffene Anrainer nicht ruiniere. Die Grundsteuer B zu erhöhen sei keine Option, da diese nicht zweckgebunden sei. Ein lösungsorientierter Vorschlag seitens der BI sei eine öffentliche Veranstaltung mit dem Bürgermeister und einem Sachverständigen der Organisation "Straßenbeitragsfreies Hessen", um Lösungsansätze zu finden. Ein Vorschlag aus den Reihen der Teilnehmer war eine Bürgerumfrage mit einem repräsentativen Teil der Bevölkerung, um sich ein Meinungsbild zum Thema Abschaffung der Straßenbeiträge zu machen. In diesem Zusammenhang verfolgt die DBL seit 2015 die Entwicklung eines Bürgerbeteiligungskonzepts und will eigene Vorstellungen bei der Konzeption einbringen. Der Bürgermeister erklärte, dass er den Magistrat damit beauftragt habe, ein zukunftsfähiges Konzept zu erarbeiten.

Sehr positiv bewerteten die Teilnehmer in Eberstadt die Arbeit des Gemeindeschwesterprojekts und des örtlichen Dorf- und Kulturvereins. Nach vier Bürgergesprächen zieht die DBL eine positive Bilanz und plant nun weitere Veranstaltungen in Langsdorf, Ober- und Nieder-Bessingen sowie in der Kernstadt in Planung.

Die Diskussionen hätten gezeigt, dass Bürger genaue Angaben und Zahlen zu geplanten Projekten vermissten. Man werde weiter mehr Transparenz einfordern, so DBL-Vorsitzender Andreas Müller-Ohly.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare