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Hans Gsänger (l.) und Edgar Langer vom Kino Traumstern sind erneut mit dem Hessischen Kinokulturpreis ausgezeichnet worden.

Hessischer Kinopreis

Licher "Traumstern" ist ausgezeichnet

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Das Licher Kino Traumstern ist einmal mehr für sein besonderes Programm gewürdigt worden.

Lich/Frankfurt (ik). Um 20 000 Euro "reicher" sind Edgar Langer, Hans Gsänger, Annika Wagner und Tobias Eckhardt am Freitagabend von einer Dienstreise nach Frankfurt/Main ins "Traumstern" zurückgekehrt: Ebenso wie die Kollegen aus Witzenhausen wurden Kinobetreiber aus Lich mit der Höchstsumme belohnt, die bei der 30. Gala zum Hessischen Film- und Kinopreis in der Alten Oper an gewerbliche Lichtspielhäuser zu vergeben war. In dieser Sparte waren insgesamt 120 000 Euro ausgelobt worden; je 5000 Euro gingen übrigens an das Lichtspielhaus in Lauterbach sowie das Kammer-Palette-Atelier Marburg.

Leidenschaft für Film und Kino

Hessens Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn als Gastgeberin freute sich über viele prominente Gäste, darunter neben Vertretern aus Politik und Stadtgesellschaft auch viele Filmschaffende. Gewürdigt werde die harte Arbeit und die Leidenschaft, mit der sich viele Menschen jeden Tag für den Film und das Kino engagierten. Es sei wichtig, nicht nur glamourös zu feiern, sondern auch Themen anzureißen, die die Branche bewegen - etwa der Wandel des Mediums.

Kino als Ort der Kommunikation

In der Politik sei inzwischen die Bedeutung des Kinos als sozialer Ort anerkannt worden, freute sich Edgar Langer im Gespräch mit dieser Zeitung - mehr und mehr brächen andere Kommunikationsorte auf dem Lande weg, Gaststätten beispielsweise. Vor sieben, acht Jahren sei diese Form der Wertschätzung nahezu undenkbar gewesen; inzwischen seien sich nahezu alle Fraktionen einig, Preisgelder und Investitionszuschüsse zu erhöhen. Die Rolle der Kinos sei am Freitag ein dominierende Thema gewesen. Der hochgelobte Film "Systemsprenger" von Regisseurin Nora Fingscheidt etwa unterstreiche nachdrücklich die herausragende Funktion des Kinos als Kommunikationszentrum: "Den Film haben wir seit Donnerstag im Programm. Jeden Abend sind 100 Leute oder mehr im Kino, hinterher ist die Kneipe rappelvoll. Die Leute wollen darüber diskutieren. Bei uns können sie das", so Langer.

Besonders berührt habe ihn die Auszeichnung von Maryam Zaree mit dem Newcomerpreis für ihr Debüt als Regisseurin und Drehbuchautorin von "Born in Evin". Ihre Mutter, im Iran politisch verfolgt, brachte Maryam 1983 im berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran zur Welt. (Archivfoto: Geck)

Ausgezeichnete Filme sind in Lich zu sehen: "See der Freude und "Born in Evin" am 24. 10. (15 Uhr), "Why are we creativ" am 31. 10. (14 Uhr), "See der Freude" und "Bruder Schwester Herz" am 6. 11. (16.40 Uhr).

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