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Der Licher Stadtturm als Comic-Held

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Er wird gerne der "längste Licher" genannt: der Stadtturm. Erbaut 1396, hat er seitdem viele wichtige Funktionen für die Stadt vereint. Zum einen wurde von ihm aus nach anrückenden Feinden Ausschau gehalten. Dann war er die Wohnung des Türmers und seiner Familie. Dieser wachte über die Stadt, schlug etwa bei Feuer Alarm. Dass in der überschaubaren Stube einst zig Kinder lebten, kann man sich bei einem Besuch hier oben kaum vorstellen. Und nicht zuletzt sind im Stadtturm die Glocken und die Uhr untergebracht - denn die angrenzende Marienstiftskirche ist zwar ein schmucker Bau, hat aber keinen Glockenturm.

Die Licher Turmfreunde haben bereits vor Jahren dafür gesorgt, dass der längste Licher wieder begehbar wurde: Mit zahlreichen Aktionen haben sie Geld gesammelt, um die Treppen im Turm zu reparieren und zu ersetzen. Seit 2011 kann man wieder in den Turm. Besichtigungen gibt es immer wieder sonntags und am "Tag des offenen Denkmals" sowie nach Vereinbarung mit Hannelore Rischmann (0 64 04/29 20).

Die Leidenschaft für den Licher Stadtturm hat sich anscheinend vererbt: Hannelore Rischmanns Enkelin ist ebenso Feuer und Flamme für den Turm. Sie hat ihm gar einen eigenen Comic gewidmet: Unter dem Titel "Der Licher Turm im (Kinder-)Blick" hat sie Kommentare vom letzten "Tag des offenen Denkmals" zu einer bunten Collage zusammengefasst.

Klassiker wie "Uih, ist der hoch" oder "So viele Stufen" hat jeder schon einmal gehört oder sogar selbst benutzt, der bei einer Turmbesteigung mit dabei war. Den Comic bekommt man bei den Turmführungen. (pad/F.: pad)

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