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Licher Pfarrgemeinde St. Paulus gründet Stiftung

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Lich (pm). Die katholische Pfarrgemeinde St. Paulus Lich feierte am Sonntag den 56. Weihetag ihrer Kirche und die Gründung der »Stiftung St. Paulus« mit einem feierlichen Gottesdienst und einem Empfang im Gemeindezentrum.

Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Kirchenchor unter Leitung von Ingrid Gadlowski-Wach gestaltet. Das Fest bot auch den Rahmen für die Ehrung eines engagierten Gemeindemitgliedes: Alois Hanusch wurde für sein langjähriges Bemühen um St. Paulus ausgezeichnet.

Die St.-Paulus-Kirche war am 18. November 1956 vom Mainzer Bischof Albert Stohr geweiht worden. Der Neubau war notwendig geworden, weil nach dem Krieg viele heimatvertriebene Katholiken in Lich angesiedelt wurden und die Kapelle zu klein geworden war. Dekan Ulrich Neff bezeichnete die St.-Paulus-Kirche als ein Haus aus lebendigen Steinen, den Gemeindemitgliedern. Über die Gemeinde hinaus werde das Pfarrzentrum durch Gymnastikgruppen des Turnvereins Lich, den Blutspendedienst des DRK, die Asklepiosklinik und andere Institutionen genutzt. Gotteshaus und Gemeinde gelte es durch die neu gegründete St. Paulus-Stiftung zu erhalten. Wilhelm Schulze, Vorstandsmitglied der Bonifatiusstiftung, überreichte im Auftrag von Generalvikar Dietmar Giebelmann die Stiftungsurkunde. Die Stiftung ist mit einem Kapital von 30 000 Euro ausgestattet und soll die baulichen, kirchlichen und pastoralen Aufgaben der Pfarrgemeinde unterstützen.

Sie arbeitet ausschließlich mit den Erträgen, die das Kapital erwirtschaftet. Über die Verwendung des Geldes entscheiden die zuständigen Gremien in Lich. Die Stiftung ist auf Ewigkeit ausgerichtet und bleibt im Besitz von St. Paulus. Sie ist eine gemeinnützige kirchliche Stiftung, an der sich jeder beteiligen kann.

Eine besondere Auszeichnung am Ende des Gottesdienstes erfuhr der 88-jährige Alois Hanusch, der vom Dekan für sein 40-jähriges Engagement geehrt wurde. Alois Hanusch war als Lektor im Gottesdienst und als Kommunionhelfer tätig. Er war Bibliothekar und baute in dieser Funktion die Pfarrbücherei auf. Als Mitglied des Pfarrgemeinde- und des Verwaltungsrates bestimmte der 88-Jährige die Geschicke der Gemeinde mit.

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