Die Licher und die drei Namen für eine Straße

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  • Patrick Dehnhardt
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Früher hatten die Leute noch kein Handy mit Navigations-Software stets in der Tasche. Damals musste man sich noch an Landkarten und Straßenschildern orientieren. Und dennoch kam jeder ans Ziel – teils sogar ohne Umwege, die einem das Navi heute aus einer Laune der Technik heraus vorstellt.

Früher hatten die Leute noch kein Handy mit Navigations-Software stets in der Tasche. Damals musste man sich noch an Landkarten und Straßenschildern orientieren. Und dennoch kam jeder ans Ziel – teils sogar ohne Umwege, die einem das Navi heute aus einer Laune der Technik heraus vorstellt.

Trotzdem haben auch heute Straßenschilder noch immer die Funktion, einem zu sagen, wo man sich befindet – schließlich kann der Handyakku ja mal leer sein. Und dann steht man in Lich, kommt aus der Gaststätte heraus und blickt auf diese Schilder: "Müllereck", "Mittelgasse" und "Ludwigsplatz" soll die Straße heißen – anscheinend gleichzeitig. Wie soll man da dem Taxi-Fahrer sagen, wo er einen abholen soll? Der hält einen ja selbst im nüchternen Zustand für betrunken.

Nun ja, die Straße heißt eigentlich Müllereck. Da jedoch das Eckhaus noch zur Mittelgasse gehört, hat man sich wohl bei der Stadt zu dieser unorthodoxen Beschilderungsmethode entschlossen. Und der "Ludwigsplatz"? Das ist halt einfach der Platz zwischen Gaststätte und Kneipe. Überhaupt hilft es in so einem Fall eher, dem Taxifahrer zu sagen, vor welchem Gasthaus man gerade steht. Denn den Weg finden die Fahrer auch ohne Navi – zu oft haben sie hier schon Fahrgäste abgeholt. (pad/F.: pad)

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