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2021 war die Bühne im »Traumstern« verwaist gewesen. Das hat sich mit dem Auftritt von »Afro Kunda« und »Strings« nun geändert.

Lange Durststrecke endet

  • Nastasja Akchour-Becker
    VonNastasja Akchour-Becker
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Lich (nab). In diesem Jahr hatte noch kein Live-Konzert mit Publikum auf der Bühne im Kino Traumstern stattgefunden. Am Mittwochabend war es dann so weit: »Afro Kunda« und »Strings« spielten im Kinosaal .

Schon die Band Afro Kunda allein bietet für gewöhnlich eine außergewöhnliche Mischung. Für das Konzert im Kino Traumstern haben sich die Musiker noch mehr einfallen lassen: Lieder von Afro Kunda wurden neu arrangiert und mit Trommeln und Streichern ergänzt.

Das hat die Band, die es schon länger gibt, bisher noch nicht gemacht. Es wurde möglich durch eine Stipendium der Hessischen Kulturstiftung. Entstanden ist eine äußerst interessante Mischung aus klassischen Streichersätzen, afrikanischen Trommel-Grooves und Jazz- und Rockimprovisationen.

Stücke neu arrangiert

Diese hat auch dem Publikum im Kino Traumstern, was entsprechend der hessischen Vorgaben für Veranstaltungen im Innenräumen einen Nachweis über Impfung, Genesung oder einen aktuellen Test vorzulegen hatte, bestens gefallen. Schon die ersten Töne zogen in ihren Bann und Sänger und Gitarrist Fallou Sy, Bassist Peter Hermann, Gitarrist Burkhard Mayer, Schlagzeuger Moritz Weissinger und Baye Cheikh Matal an den Trommeln verstanden es, senegalesische beziehungsweise afrikanische Musikkultur mit europäischer zusammenzubringen.

Dabei gab es nicht ausschließlich Stücke von Fallou Sy und Afro Kunda, die die Corona-Zeit nutzten, um das neue Album »Africa« aufzunehmen, sondern etwa auch einen afrikanischen Blues, auf den Peter Herrmann bei der Arbeit zu einem Buch über afrikanische Musik gestoßen ist. Nicht nur dieses Stück zeigte, wie perfekt Streicher und E-Gitarre miteinander harmonieren, was den Mitgliedern des Philharmonischen Orchesters Gießen geschuldet ist, die sich auf dieses gelungene Experiment eingelassen haben: Elisa Friedrich (Violine), Jorid Helfrich (Viola), Thorsten Oehler (Cello) und Hans Kreuzinger (Saxofon, Flöte).

Mal langsamer, mal schneller bauten sich die Rhythmen auf, die alle nur von guter Laune und Lebensfreude strotzten und beeindruckende Trommelsoli und Instrumente bereithielten wie etwa die afrikanische Querflöte, die Fallou Sy spielte.

Das Afro Kunda Akustik Trio wird am Samstag, 7. August um 19 Uhr am Parkplatz beim Restaurant »Savanne« zu hören sein. Die CD »Africa«, die in Deutschland und im Senegal aufgenommen wurde, wird am 1. August auf der Burg Gleiberg offiziell vorgestellt. Wer das Konzert mit den Streichern verpasst hat, kann das am 14. August im Franzis in Wetzlar nachholen.

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