Asklepios-Klinik Lich.
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Asklepios-Klinik Lich.

Pflege-Mitarbeiter in Quarantäne

Nach Corona-Ausbruch in Asklepios-Klinik Lich: Es fehlt an Personal

  • Ursula Sommerlad
    vonUrsula Sommerlad
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Wegen eines Corona-Ausbruchs waren zwei Stationen an der Asklepios-Klinik Lich geschlossen. Nun könnten sie in wieder in Betrieb gehen, aber es fehlt an Personal.

Der Aufnahmestopp kam Anfang Dezember: Wegen eines Corona-Ausbruchs musste die Asklepios-Klinik Lich zwei Stationen schließen. Vergangene Woche hat das Gesundheitsamt sie wieder freigegeben. Doch bislang sind die Stationen 2 und 4 nicht wieder ans Netz gegangen. »40 Köpfe in der Pflege befinden sich noch in Quarantäne«, berichtet Geschäftsführer Fabian Mäser. »Das macht uns zu schaffen.« Mäser hofft, dass die Leute möglichst schnell an ihren Arbeitsplatz zurückkehren können. Aber es gelte die Devise »Safety first«.

Corona im Kreis Gießen: 25 Covid-Patienten in Licher Klinik

In Anbetracht der knappen Kapazitäten werde »das elektive Geschäft nicht voll gefahren.« Zeitlich frei wählbare Behandlungen werden auch deshalb verschoben, weil die Klinik ihren Covid-Bereich erweitert hat. Bis zu 30 Betten stehen nach Angaben des Geschäfsführers momentan zur Verfügung. Und mit Blick auf die weiter steigenden Infektionszahlen im Landkreis sei auch die Umrüstung einer weiteren Station für Covid-Patienten denkbar. »Wir können nicht warten, bis die Patienten im Haus sind.«

Stand Donnerstag Mittag wurden in Lich 25 Covid-Patienten behandelt, zwei davon intensivmedizinisch, aber ohne Beatmung. Haben sich diese Menschen im Krankenhaus infiziert? »Teils, teils«, sagt Mäser. Das Gros seien jedoch Personen, die zur Behandlung in die Asklepios-Klinik kommen und bei der Aufnahme positiv auf das Virus getestet wurden.

Corona im Kreis Gießen: Regelmäßige Tests gehören zum Berufsalltag in Licher Klinik

Seit April müssen sich alle Patienten bei der Aufnahme einem PCR-Test unterziehen. Der Abstrich wird vor Ort gemacht, die Diagnostik in Marburg. Das Ergebnis liege üblicherweise nach 48 Stunden vor, berichtet Mäser. Bei der Aufnahme von Notfällen kämen Schnelltest zum Einsatz, die schon in 15 bis 20 Minuten eine Antwort geben. Lautet die »corona-positiv« wird ein PCR-Test nachgeschoben.

Auch für die Mitarbeiter gehören Corona-Tests mittlerweile zum Berufsalltag. Seit dem Ausbruch vor knapp drei Wochen habe man den Takt intensiviert, sagt Mäser. Das Personal aus kritischen Bereichen, also Covid-Station, Intensivstation und Notfallaufnahme, werde zweimal pro Woche getestet, der Rest einmal wöchentlich. »Wir wollen die größtmögliche Sicherheit für unsere Patienten.« Aber man müsse sich im Klaren darüber sein, dass jeder Test immer nur eine Momentaufnahme darstelle.

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