Langsdorfer Höhe

Landkreis erteilt Baugenehmigung

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Lich(us). Das Logistikzentrum an der Langsdorfer Höhe hat die letzte Hürde genommen. Seit gestern liegt die Baugenehmigung für das umstrittene Objekt vor. Der Landkreis Gießen habe sie gemäß § 74 Hessische Bauordnung erteilt, berichtete Pressesprecher Dirk Wingender.

Mit den Erdarbeiten auf dem 20 Hektar großen Areal hatte der Investor, die Dietz-Gruppe aus Bensheim, bereits im Oktober begonnen. Grundlage dafür war eine Teilgenehmigung, die sich lediglich auf die Profilierung des Baugeländes bezog. Nun gab der Landkreis grünes Licht für die Errichtung der 90 000 Quadratmeter großen und rund 18 Meter hohen Halle, die heftig umstritten ist.

Am vergangenen Montag hatte der Verein Bürger für ein lebenswertes Lich (BfL) dem neuen Bürgermeister Dr. Julien Neubert insgesamt 3800 Unterschriften übergeben, mit denen sich Einwohner Lichs und umliegender Gemeinden gegen das Projekt wenden. Die BfL haben zudem angekündigt, mit allen zur Verfügung stehenden juristischen Mitteln gegen die riesige Halle zu Felde zu ziehen.

Nach Auskunft von Investor Dr. Wolfgang Dietz werden sich die Arbeiten an den Fundamenten noch eine Weile hinziehen. Er schätzt, dass man erst in etwa zwei Monaten etwas vom eigentlichen Gebäude sehen wird. "Aber wenn es losgeht, geht es auch zügig", sagte Dietz. Schließlich arbeite man im Industriebau mit vorgefertigten Elementen. Wenn es keine weiteren Verzögerungen gebe, könnte das Logistikzentrum im zweiten Quartal 2021 fertiggestellt werden und damit ein gutes halbes Jahr später, als ursprünglich geplant.

Für Bürgermeister Julien Neubert war die Nachricht aus der Kreisverwaltung keine Überraschung. Nun müsse man abwarten, inwieweit rechtliche Schritte gegen die Baugenehmigung ergriffen werden, sagte er.

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