Lärmbelästigungen einen Riegel vorschieben

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Lich (pm). Lärmbelästigungen zu nächtlicher Stunde an öffentlichen Plätzen in der Innenstadt wie etwa dem Bürgerpark will die FDP mit einem Vorstoß unterbinden. Besonders mit dem Beginn der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen habe sich das Freizeitleben vieler Menschen auf öffentliche Freiplätze verlegt und damit große Herausforderungen für Anwohner und die Stadt geschaffen, so Jana Nathalie Burg (Ortsvorsitzende der Freien Demokraten) in einer Pressemitteilung.

So seien bereits im Vorjahr immer wieder Beschwerden von Anwohnern bekannt geworden, die in der Nähe des Schlossparks, des Bürgerparks, der Aral-Tankstelle, des Rewe-Parkplatzes oder den Schulhöfen wohnen. Geklagt worden sei über nächtliche Lärmbelästigung, hinterlassenen Müll und Drogenkonsum.

Einschränkungen zu nächtlicher Stunde

Gerade mit Hinblick auf den Frühling, das bessere Wetter und die vermutlich bis dahin weiter sinkende Anzahl an Coronafällen sei wieder mit einem höheren Aufkommen von unterschiedlichen Personengruppen an öffentlichen Orten zu rechnen. Es wäre daher notwendig, frühzeitig eine Strategie zu entwickeln, um die Orte der Begegnung für alle Beteiligten zu einer Bereicherung zu machen, erläutert Florian Uhl, Polizeibeamter und stellvertretender Vorsitzender des FDP-Ortsverbandes, mit Blick auf den Bürgerpark.

Damit die warmen Sommernächte zu keiner Belastung für die Anwohner werden, schlägt die FDP eine engere Zusammenarbeit der Stadtverwaltung mit den Schulen, dem Bürgerparkverein und den weiteren Eigentümern vor. Beim Bürgerpark als Liegenschaft auf städtischem Grund sollte in enger Abstimmung mit dem Vereinsvorstand über eine Einschränkung der nächtlichen Nutzungsmöglichkeiten sowie das Einhalten der Nachtruhe durch regelmäßige Kontrollen des Ordnungsamtes beraten werden.

Außerdem könnte sich das städtische Ordnungsamt auch der Ahndung der ordnungswidrigen Verschmutzung des Geländes annehmen. Sollten sich etwa Hinweise ergeben, dass auf dem Gelände Drogenkonsum bzw. Drogenhandel stattfinde, fordert die FDP, dass die Stadt unverzüglich Kontakt zur Polizeidirektion in Gießen aufnimmt.

Grundsätzlich geprüft werden sollte, ob die Wiedereinführung der Stelle eines städtischen Streetworkers in diesem Kontext eine sinnvolle Ergänzung darstellt. Es gehe nicht darum, irgendjemandem den Spaß zu nehmen, heißt es in der Pressemitteilung. Gerade Jugendliche und junge Erwachsene brauchten vor allem in der Zeit der Pandemie Möglichkeiten, sich zu treffen und Zeit miteinander zu verbringen. Solange das Jugendzentrum geschlossen ist und Lokale nicht öffnen dürfen, sei es völlig normal und auch in Ordnung, dass sich die jungen Leute an öffentlichen Orten treffen. Dies müsse aber in einem für alle Mitbürger akzeptierbaren Rahmen geschehen, so Uhl abschließend.

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