Die Kunst der schnellen Wechsel

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Es sind zwar diesmal nur vier Schauspieler, die bei dem neuesten Sommerstück des Theater Traumstern auf der Bühne stehen, aber trotzdem geht es nicht weniger hektisch zu als bei fünfmal so vielen. Runter von der Bühne, rein ins nächste Kostüm und schnell wieder rauf auf die Bühne – bei zwei Darstellern ist absolute Schnelligkeit gefragt. Denn die Theaterversion des Spionagethrillers "Die 39 Stufen" lebt von ihren schnellen Wechseln.

Es sind zwar diesmal nur vier Schauspieler, die bei dem neuesten Sommerstück des Theater Traumstern auf der Bühne stehen, aber trotzdem geht es nicht weniger hektisch zu als bei fünfmal so vielen. Runter von der Bühne, rein ins nächste Kostüm und schnell wieder rauf auf die Bühne – bei zwei Darstellern ist absolute Schnelligkeit gefragt. Denn die Theaterversion des Spionagethrillers "Die 39 Stufen" lebt von ihren schnellen Wechseln.

Regisseur Daniel Komma freut sich. Zwar hat er das Stück, das Alfred Hitchcock 1935 nach dem gleichnamigen Roman von John Buchans verfilmt hatte, auch schon einmal mit seinen Darstellendes-Spiel-Schülern an der Hungener Gesamtschule aufgeführt. Aber die Theaterversion, die Patrick Barlow nach einem Konzept von Simon Corble und Nobby Dimon erstellt hat, die hat ihn schon lange gereizt, erzählt er bei der Probe in der Neuen Aula der Hungener Schule.

Gerade weil sie nur für vier Schauspieler angelegt ist. Mit viel Enthusiasmus nimmt das Quartett die Zuschauer mit auf Richard Hannays Reise von London in die schottischen Highlands. Der unschuldig in einen Mord verwickelte Protagonist versucht dabei stets zu beweisen, dass er kein Mörder ist, indem er den Spionagering "Die 39 Stufen" aufdeckt.

Während Maximilian Weiß in der Rolle des Richard Hannay bleibt und Kristina Ruppel Annabelle und Pamela spielt, heißt es gerade für Hannah Raab und Florian Fay: schnell sein beim Wechseln der Kostüme hinter der Bühne. Denn beide schlüpfen in die unterschiedlichsten Rollen, erscheinen mal als Polizist und Zugreisende, mal als Hausmeister, mürrischer Farmer und dessen Gattin, als Mister Memory oder Bösewichte auf der Bühne.

Für Hannah Raab ist es das erste Stück mit dem Theater Traumstern. Noch vor Kurzem stand die Zwölftklässlerin bei "Rock Ridge unchained", dem epischen Western des Zwölfer-Darstellendes-Spiel-Kurses unter der Leitung von Daniel Komma, auf der Bühne. Andere Darsteller wiederum sind schon länger dabei, gehören zu den "Alten Hasen".

So wie Kristina Ruppel, zu deren Lieblingsstück Bertolt Brechts "Die Dreigroschenoper" gehört, das 2008 in Lich Premiere feierte und bei der sie die Rolle der Polly innehatte. Auch Maximilian Weiß war damals schon als Gangster Matthias mit von der Partie, und Patrick Dörhöfer saß bei der Band, die Kurt Weills Musik aufführte, am Klavier. "Auch nach zehn Jahren macht es noch Spa?, sagt Ruppel, und Dörhöfer fügt hinzu: "Man entwickelt sich ja auch weiter." Außerdem mache die Bühne schon ein bisschen süchtig, bekennen alle. "Aber eine gesunde Sucht", fügt Komma schnell ein.

Im vergangenen Jahr feierte das Theater, das von Daniel Komma und Sebastian Hartings gegründet wurde, sein zehnjähriges Bestehen. Mit "Die 39 Stufen" bringt das Theater Traumstern seine 20. Inszenierung und sein sechstes Sommertheater auf die Bühne.

Es gibt ein Vorprogramm und musikalische Untermalung von Patrick Dörhöfer und sechsmal die Gelegenheit, sich mit Richard Hannay auf die Reise zu begeben:

Premiere ist am Freitag, 30. Juni, im Bürgerpark in Lich. Weitere Aufführungen sind Sonntag, 16. Juli, Schlosspark Laubach, Freitag, 21. Juli, Schlosshof Hungen, Samstag 19. August, Bürgerpark Lich, Samstag, 9. September, vor der Kirche in Villingen und am Samstag 23. September, im Lokschuppen in Nidda. Beginn ist jeweils um 20 Uhr, der Eintritt ist frei. (Foto: nab)

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